Verletzungs-Schock in Köln
Wie lange Skhiri ausfällt – und wie der FC reagiert
13.10.2026 – 18:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit Ellyes Skhiri fällt ein weiterer Profi des 1. FC Köln für Monate aus. Was bedeutet seine Verletzung für Trainer René Wagner?
Im Sommer hat der 1. FC Köln lange nach einem neuen Mittelfeldchef gesucht – nun müssen die „Geißböcke“ noch länger auf ihn verzichten. Ellyes Skhiri hat sich beim Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach schwer am Sprunggelenk verletzt und wird in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten. Der Tunesier hat einen Riss der Syndesmose erlitten und fällt für circa drei Monate aus.
Der Zeitpunkt könnte bitterer kaum sein. Über die ganze Saisonvorbereitung hinweg hatte Trainer René Wagner auf Skhiris Verpflichtung gewartet, hatte um die Rückkehr des Sechsers von Eintracht Frankfurt gekämpft. Der bei den Hessen ausgemusterte Routinier fand zuletzt mehr und mehr zu seiner gewohnten Stabilität – und ist ausgerechnet jetzt zum Zuschauen verdammt.
Erst Dallinga, jetzt Skhiri: Zwei schwere Verletzungen in kurzer Zeit
Nur eine Woche zuvor hatte der FC mit dem Kreuzbandriss von Thijs Dallinga im Testspiel gegen Viktoria Köln die erste schwerwiegende Verletzung dieser Saison hinnehmen müssen. Mit Skhiri, der bei einem Foul von Gladbachs Florian Neuhaus mit dem rechten Sprunggelenk wegknickte und per Trage vom Platz gebracht wurde, folgte die zweite umgehend.
- Newsblog zum 1. FC Köln: Skhiri fällt lange aus
- Trotz Spielunterbrechung: FC-Boss redet Fan-Ausschreitungen klein
Die Reaktion der Verantwortlichen ist die gleiche: Die Verpflichtung eines arbeitslosen Profis kommt trotz der langen Ausfallzeit nicht infrage. Das war bei Dallinga so und das gilt auch nach dem Skhiri-Schock. „Es gibt keine Überlegung, einen vertragslosen Spieler nachzuverpflichten“, bestätigt Sportchef Thomas Kessler im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung.
Die zweite Halbzeit des Derbys hat eindrucksvoll gezeigt, wer Skhiris Chefrolle in den kommenden Monaten übernehmen kann. Es war der eingewechselte Tom Krauß, der die „Geißböcke“ zum Sieg führte. Der 25-Jährige war der beste Mann auf dem Platz.

Krauß glänzte mit einer perfekten Zweikampfquote, gewann am Boden und in der Luft 100 Prozent seiner Duelle. Zudem hatte er an beiden Enden des Spielfelds entscheidende Aktionen: Der gebürtige Leipziger blockte beim viel diskutierten Siegtreffer von Saïd El Mala den Weg frei und rettete kurz vor Schluss auf der Gegenseite bei einem gefährlichen Schuss von Zento Uno.