Neue Regeln gefordert
„Böller Ciao“: Was sich an Silvester ändern soll
04.11.2026 – 11:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Linke nimmt einen neuen Anlauf für ein Feuerwerksverbot. Ihr Antrag sieht zusätzliche Verbotszonen und eine Alternative zur Silvesterknallerei vor.
Die Hamburger Linksfraktion fordert erneut ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk. In einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung am Mittwoch, 11. November, verlangt sie, dass sich der Senat auf Bundesebene für ein Verkaufs- und Nutzungsverbot von Böllern und Raketen der Kategorie F2 an Privatpersonen einsetzt.
Mit einem ähnlichen Vorstoß war die Linke bereits im Januar gescheitert. Damals lehnten SPD, Grüne, CDU und AfD den Antrag ab. Laut NDR zeigt sich die SPD allerdings offen für zusätzliche Verbotszonen. Auch bei den Grünen fand die Idee einer öffentlichen Licht- oder Drohnenshow bereits Zustimmung. CDU und AfD lehnen ein pauschales Feuerwerksverbot ab.
Neue Verbotszonen auch für Tierheime gefordert
Bis zu einer bundesweiten Regelung will die Linke die bestehenden Verbotszonen in Hamburg ausweiten. Nach dem Antrag mit dem Titel „Böllerciao für Hamburg“ sollen unter anderem Tierheime, brandgefährdete Gebäude und gegebenenfalls ganze Straßenzüge einbezogen werden.
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Bisher sind die Möglichkeiten der Stadt begrenzt. Ein grundsätzliches Verbot privaten Feuerwerks auf dem gesamten Stadtgebiet lässt das geltende Bundesrecht nicht zu. Die Linke fordert deshalb eine Gesetzesänderung, die den Bundesländern weiterreichende Verbote ermöglicht.
Zum vergangenen Jahreswechsel galt in Hamburg bereits ein Feuerwerksverbot rund um die Binnenalster und den Rathausmarkt. Betroffen waren unter anderem der Jungfernstieg, der Ballindamm und die Lombardsbrücke. Für Silvester 2026/2027 steht eine mögliche Ausweitung noch nicht fest.
Drohnenshows statt Böller zu Silvester
Der Antrag sieht außerdem eine Alternative zur privaten Knallerei vor. Für den Jahreswechsel 2027/2028 soll der Senat ein Konzept für eine zentrale, lärmarme Silvesterveranstaltung entwickeln. Geprüft werden sollen Drohnen- und Lichtshows sowie Feuerwerk mit geringerer Lärmbelastung.
Auch Veranstaltungen in den einzelnen Hamburger Bezirken sollen untersucht werden. Dabei geht es unter anderem um die Kosten und mögliche Finanzierungswege. Ob eine solche Drohnenshow tatsächlich stattfindet, ist noch offen.
Darüber hinaus fordert die Linke bessere Informationen über bestehende Verbotszonen und stärkere Kontrollen. Über die Umsetzung der beantragten Maßnahmen soll der Senat der Bürgerschaft bis zum 30. Juni 2027 berichten.