Parasiten im Gebüsch
Zecken in Berlin und Brandenburg: Hier lauern die Blutsauger
06.05.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Zeckensaison hat begonnen: Wo man die Spinnentiere in der Region findet, wie man sich schützen kann und wann man nach einem Stich zum Arzt sollte.
Wo es Grünflächen gibt, sind oft auch Zecken nicht weit. Die Blutsauger lauern längst nicht nur in Wäldern in Brandenburg, sondern auch in Berliner Parks, Kleingärten und auf Stadtwiesen. Mit den steigenden Temperaturen beginnt in der Region wieder die Zeckensaison. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Zecken in Berlin und Brandenburg.
Wann ist Zeckenzeit?
Zecken sind in Berlin und Brandenburg mittlerweile fast das ganze Jahr aktiv. Besonders häufig treten sie im Frühling und Herbst auf. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden Zecken bereits bei Temperaturen ab etwa sechs bis sieben Grad aktiv. Durch milde Winter verlängert sich die Saison zunehmend.
Wo in Berlin und Brandenburg muss ich mit Zecken rechnen?
Zecken kommen nicht nur auf dem Land vor. In Berlin sitzen sie laut Experten auch in großen innerstädtischen Grünanlagen. Häufig finden sie sich in Wäldern, an Waldrändern, auf Wiesen, an Waldwegen, in hohem Gras sowie in buschigem Gelände. Auch Parks, Kleingärten und Uferbereiche gelten als typische Aufenthaltsorte.
Wo kommen Zeckennester in Berlin und Brandenburg vor?
Zeckennester finden sich in feuchten, geschützten Bereichen mit dichter Vegetation – etwa unter Laub, in hohem Gras oder in verwilderten Gartenecken. Aber auch in Brennholzstapeln, zwischen Steinen, in Kompost, Blumenkübeln und an Vogelfutterstellen legen Zecken ihre Eier ab.

Wie erkennt man ein Zeckennest?
Ein Zeckennest besteht aus vielen winzigen Larven, die dicht beieinander sitzen. Die Tiere sehen aus wie kleine dunkle Punkte oder Krümel auf Pflanzen oder am Boden. In der Regel hat ein Zeckennest die Größe eines Streichholzkopfes. Es besteht aus 2.000 bis 4.000 orangeroten bis dunkelbraunen oder schwarzen Eiern.
Wer nach einem Aufenthalt im Grünen plötzlich viele kleine Zecken an Kleidung oder Haut entdeckt, könnte mit einem Nest in Kontakt gekommen sein. Hier lesen Sie, wie man ein Zeckennest bekämpft.
Welche Krankheiten werden durch Zecken übertragen?
In Berlin und Brandenburg spielen vor allem zwei Krankheiten eine Rolle: Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).
Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst und kommt bundesweit vor. Gegen die Krankheit gibt es bislang keine Impfung. FSME wird durch Viren verursacht und kann schwere Entzündungen von Gehirn, Hirnhaut oder Rückenmark auslösen. Gegen FSME existiert eine Schutzimpfung. Hier lesen Sie, wie viele Borreliose-Fälle bislang in diesem Jahr in Berlin gemeldet wurden.
Welche Zeckenarten gibt es in Berlin und Brandenburg?
Die mit Abstand häufigste Art in der Region ist der Gemeine Holzbock. Er kann sowohl Borreliose als auch FSME übertragen. In Brandenburg kommt aber auch zunehmend die Auwaldzecke vor. Sie ist deutlich größer als der Gemeine Holzbock und gemustert. Sie überträgt vor allem Babesiose („Hunde-Malaria“) bei Hunden. Laut dem Robert-Koch-Institut befällt die Auwaldzecke nur selten den Menschen.











