„Mangelnde Professionalität“
Offenbar zahlreiche Konflikte beim Krisentreffen von Union und SPD
24.04.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim Krisentreffen in der Villa Borsig gab es offenbar zahlreiche Krisenherde. Selbst zwischen Merz und einem führenden Unions-Politiker hat es gefunkt.
So soll die Organisation von Kanzleramtschef Thorsten Frei in der Kritik stehen, auch von Unionsseite. Offenbar kursierten mehrere Tagesordnungen mit unterschiedlichen Uhrzeiten. Teilnehmer werfen ihm laut „The Pioneer“ mangelnde Professionalität vor und berichten, Vorlagen seien teils „mangelhaft“ gewesen.
Zudem gab es offenbar mehrere Meinungsverschiedenheiten der Beteiligten. Über die Auseinandersetzung zwischen Klingbeil und Merz gibt es derweil unterschiedliche Berichte. Laut „The Pioneer“ berichten manche, es wurde „gebrüllt“, andere sagen, der Kanzler sei „energisch“ gewesen.
Doch auch mit anderen Anwesenden war sich Merz offenbar uneinig. Als Merz offenbar über die Abschaffung der Rente mit 63 reden wollte, lehnte Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) dies laut „The Pioneer“ ab. Sie wolle auf die Vorschläge der Rentenkommission warten. Für die Akzeptanz in der Gesellschaft brauche es überparteiliche Vorschläge der Kommission.
Auch Unions-Fraktionschef Jens Spahn soll ein Thema des Kanzlers abgeblockt haben. Nachdem sich Merz und Klingbeil ausgesprochen hatten, wollte der Kanzler offenbar unerwartet über das SPD-Vorhaben der Reichensteuer sprechen. Spahn habe das Thema allerdings abgeblockt, da die SPD im Gegenzug zu wenig angeboten habe.
Grundsätzliche Uneinigkeit zwischen Union und SPD herrscht offenbar beim Zeitplan für die Reformen. So herrsche in der SPD Ärger darüber, dass die Union zu schnell vorpresche und bestimmte Maßnahmen des Gesamtpakets schon im Vorfeld beschließen wolle. Man verspreche Dinge, die man „nicht einhalten“ könne.











