Massiver Anstieg Punkt zwölf
Spritpreise: Rekordsprung pünktlich zum Tankrabatt
24.04.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich soll das Tanken billiger werden. Doch während die Politik die Entlastung verabschiedet, schießen die Preise massiv in die Höhe. Experten registrieren den stärksten Mittagssprung der Geschichte.
Autofahrer erleben heute eine böse Überraschung: Bundestag und Bundesrat haben den Tankrabatt für Mai gerade erst auf den Weg gebracht, da verteuert sich der Sprit drastisch. Die Phase sinkender Preise der vergangenen zwei Wochen ist damit abrupt beendet.
Besonders heftig traf es Kunden am heutigen Freitagmittag. Kurz nach dem Beschluss im Bundestag schnellten die Preise so stark nach oben wie noch nie seit Einführung der 12-Uhr-Regel. Der ADAC meldet extreme Sprünge:
Schon am Donnerstag kletterte der Preis für E10 im Schnitt auf 2,074 Euro und für Diesel auf 2,150 Euro pro Liter. Da das Preisniveau heute bereits vor dem Mittagssprung über dem des Vortages lag, steuern die Kosten auf ein neues Hoch zu.
Grund für die Trendwende ist unter anderem der Rohölmarkt. Die für Europa wichtige Sorte Brent kostet inzwischen wieder mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter). Die neue Preiswelle macht die Hoffnung auf eine baldige Entlastung zunichte: Der für Mai geplante Steuerrabatt wird durch die aktuellen Aufschläge schon jetzt im Vorfeld größtenteils wieder aufgefressen.
Ohnehin werden die Preise an den Tankstellen nicht sofort sinken. Der Rabatt kommt eher schrittweise. Der Grund dafür sind die Vorräte der Pächter. Die Tankstellen verkaufen zuerst den Kraftstoff ab, den sie noch zum alten, teureren Steuersatz eingekauft haben. Erfahrungen aus dem Jahr 2022 zeigen: Es dauert Tage, bis die Preissenkung vollständig an den Zapfsäulen ankommt.
Diese Trägheit gilt immerhin auch am Ende des Rabattzeitraums: Steigen die Steuern wieder, bleibt der Sprit noch günstiger, solange die niedrig versteuerten Vorräte in den Erdtanks reichen. Zumindest sollte es so sein.











