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Home » Umfrage zeigt, dass es nicht nur schlecht ist
Gesundheit

Umfrage zeigt, dass es nicht nur schlecht ist

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 1, 2026
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Umfrage zeigt, dass es nicht nur schlecht ist

Überraschende Folge

So oft recherchieren Deutsche ihre Symptome online


01.07.2026 – 08:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Onlinerecherche nach Symptomen (Symbolbild): 20 Prozent fühlen sich danach eher verunsichert. (Quelle: Milan Markovic/getty-images-bilder)

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Fast jeder hat schon einmal im Internet zu Symptomen recherchiert. Das ist nicht immer problematisch. Wichtig ist, was danach passiert.

Mit 27,3 Prozent informiert sich mehr als ein Viertel der Deutschen einer Umfrage zufolge mindestens einmal monatlich im Internet über Krankheiten. Knapp acht Prozent recherchieren sogar wöchentlich zu Symptomen oder Behandlungen, wie aus einer am Dienstag in Koblenz veröffentlichten Umfrage für die Debeka-Krankenversicherung hervorgeht.

Antworten verunsichern – motivieren aber auch zu Arztbesuchen

18,3 Prozent fühlen sich nach der Onlinerecherche eher beruhigt, 20 Prozent eher verunsichert. 25,8 Prozent gaben an, bereits gelegentlich oder sogar häufig Angst oder Stress durch mögliche Diagnosen erlebt zu haben. Damit bestätigen die Antworten frühere Studienergebnisse, wonach manche Menschen durch das Googeln von Krankheiten und Symptomen in eine Angst vor schweren Krankheiten hineinrutschen können, eine sogenannte Cyberchondrie.

Aber das ist nicht die einzige Folge von Dr. Google. Laut einer früheren Umfrage sparen sich rund ein Drittel der Menschen Arztbesuche nach der Onlinerecherche ihrer Symptome. Dieses Verhalten konnte mit der neuen Umfrage nicht bestätigt werden. So gaben nur 2,5 Prozent der Befragten an, wegen Informationen aus dem Netz einen Arzttermin verschoben zu haben. Nur 2,0 Prozent sagten Termine deshalb ab.

Eher das Gegenteil war der Fall: 15,7 Prozent der Befragten vereinbarten erst aufgrund einer Onlinerecherche einen Arzttermin. Aus Sicht der Debeka ist dies eine gute Nachricht. Der Debeka-Vorstandsvorsitzende Thomas Brahm erklärt: „Wer früh informiert ist, handelt früher.“

Onlinesuche ersetzt keine medizinische Diagnose

Viele Experten sehen diese Entwicklung zwiespältig. Einerseits kann die Internetsuche Menschen helfen, sich schnell einen ersten Überblick über ihre Beschwerden zu verschaffen. Andererseits ersetzen Suchmaschinen keine medizinische Diagnose. Kristina Spöhrer, Vorstandsmitglied im Hausärztinnen- und Hausärzteverband, erklärt: „Symptome müssen immer im Kontext einer Vielzahl von Rahmenbedingungen bewertet werden.“ Dazu gehören der Expertin zufolge viele Faktoren wie Vorerkrankungen, Medikamente oder Lebensumstände.

Des Weiteren kritisieren Fachleute die Qualität der Online-Ergebnisse. Studien zeigen, dass Suchmaschinen und auch KI-gestützte Chatbots wie ChatGPT häufig fehlerhafte oder übertriebene Einschätzungen liefern.

KI-Nutzung zur Symptomrecherche nimmt zu

16,1 Prozent gaben bei der Befragung zudem an, KI-Assistenten bei der Recherche zu nutzen – fast so viele wie Wikipedia mit 18,2 Prozent. „Noch ergänzt KI klassische Suchanfragen eher, als sie zu ersetzen“, teilte Brahm mit. „Ich gehe aber stark davon aus, dass die Tendenz in den nächsten Jahren immer mehr zu KI-Suchen gehen wird.“

Für die Erhebung befragte das Institut Civey im Mai 5.000 Menschen ab 18 Jahren sowie 2.500 Menschen, die im Internet nach Krankheiten suchten. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repräsentativ.

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