DFB-Personalfragen

Hoeneß spricht sich für Ex-96-Profi für den DFB aus

07.07.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (Archivbild): Ihm gefällt das Auftreten von Ex-Weltmeister Mertesacker. (Quelle: Peter Kneffel/dpa-bilder)

Der DFB steht nach dem WM-Aus vor mehreren Personalentscheidungen. Nun meldet sich Uli Hoeneß mit einer klaren Empfehlung zu Wort.

Uli Hoeneß hat sich dafür ausgesprochen, Per Mertesacker beim Deutschen Fußball-Bund einzusetzen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München lobte den früheren Innenverteidiger und Ex-Hannover-96-Profi in der „Bild“ als erfahren im Umgang mit Menschen und betonte, Mertesacker würde die Aufgabe nicht des Geldes wegen annehmen. Laut der Nachrichtenagentur dpa soll es dem Vernehmen nach bereits Sondierungsgespräche mit dem 41-Jährigen gegeben haben.

Hoeneß nannte mehrere Gründe, die aus seiner Sicht für den früheren Nationalspieler sprechen: „Er hat als ehemaliger Profi große internationale Erfahrung. Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann.“ Und weiter: „Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“

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Per Mertesacker (Archivbild): Auch er würde einen DFB-Job wollen. (Quelle: Tom Weller/dpa/dpa-bilder)

Mertesacker hatte sich zuvor als ZDF-Experte selbst ins Gespräch gebracht. „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte der Weltmeister von 2014. Mertesacker spielte von 2003 bis 2006 für Hannover 96, ehe er über Werder Bremen zum FC Arsenal wechselte und dort nach seiner Profikarriere die Nachwuchsakademie leitete.

„Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch“

Hoeneß unterstrich seine Einschätzung: „Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß. Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch. Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen.“

Beim DFB stehen mehrere Personalentscheidungen an. Jürgen Klopp soll als neuer Bundestrainer übernehmen; Verhandlungen laufen noch. Zudem muss ein Nachfolger für Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig gefunden werden, der den Verband zum Jahresende verlässt.

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