„Wie auf Beton“

Selbst 30 Liter Regen helfen jetzt nicht mehr


14.08.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine mächtige Gewitterzelle zieht im Juli über Bayern: Doch selbst ein kräftiges Gewitter würde bei der aktuellen Wetterlage angesichts der Dürre nicht helfen.

Eine mächtige Gewitterzelle zieht im Juli über Bayern: Doch selbst ein kräftiges Gewitter würde angesichts der extremen Dürre nicht helfen. (Quelle: Fotostand / Breu/imago)

Hitze, ausgetrocknete Böden, niedrige Flusspegel: Deutschland steckt mitten in einem Dürresommer. Zwar kündigt sich Regen an, doch die Wetterprognosen bleiben düster.

Der Juni und der Juli 2026 sind bereits in die Geschichte eingegangen: So heiß wie in diesen beiden Monaten war es in Westeuropa noch nie. Zusätzlich bleibt der Regen aus. Seit Anfang des Jahres habe sich ein großes Niederschlagsdefizit aufgebaut, erklärt der Meteorologe Dominik Jung t-online. „Fast jeder Monat dieses Jahres war zu trocken. Der April war sogar extrem trocken.“ –

Im August seien bislang deutschlandweit lediglich neun Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, führt Jung weiter aus. Das entspreche nur zehn Prozent des Solls – und das an lediglich einem einzigen Regentag.

Die Folgen sind gravierend. Europaweit führen die Flüsse immer weniger Wasser. Auch in Deutschland herrscht eine historische Dürre. Große deutsche Flüsse – allen voran Rhein, Elbe und Donau – verzeichnen extreme Niedrigwasserstände. Zahlreiche Kommunen haben ein Wasserentnahme- und sogar ein Bewässerungsverbot ausgesprochen.

Wasserentnahmeverbote in Deutschland

Da kein einheitliches, bundesweites Verbot existiert, treffen die Landkreise und Städte die Entscheidung per Allgemeinverfügung. Dabei orientieren sie sich unter anderem an den Pegelständen und der Wetterlage.

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Fast überall in Deutschland herrscht Dürre

Die extreme Trockenheit setzt sich derweil auch in vielen europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich, Österreich, Ungarn und Großbritannien fort. Deutschland ist keine Ausnahme. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) liefert täglich Informationen zum Zustand der Böden und offenbart deren desolaten Zustand hierzulande.

Die Kombination aus Hitze und Dürre erhöht die Waldbrandgefahr. Seit Donnerstagnachmittag brennt es in der Eifel. Mittlerweile stehen 300 Hektar Wald in Flammen. Die Feuer breiten sich immer weiter aus, Gemeinden werden evakuiert. Drohnenaufnahmen zeigen das enorme Ausmaß des Brandes.

(Quelle: t-online)

„Ein Regentag heilt keinen Dürresommer“

Um das Defizit in den tieferen Bodenschichten auszugleichen, wäre eine längere niederschlagsreiche Phase notwendig. Meteorologe Jung spricht von „mehreren Wochen bis Monaten mit überdurchschnittlichem Niederschlag“. Eine nachhaltige Erholung sei damit realistischerweise erst im feuchteren Herbst- und Winterhalbjahr möglich. Seine Bilanz fällt entsprechend eindeutig aus: „Ein Regentag heilt keinen Dürresommer.“

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