„Hat im Fußball nichts zu suchen“

TV-Experte schimpft über Deutschland-Bezwinger


Aktualisiert am 05.07.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Paraguays Profis diskutierten immer wieder mit dem Schiedsrichter. (Quelle: Dylan Martinez/reuters)

Frankreich hat gegen Paraguay große Probleme, vor allem wegen der körperbetonten Spielweise der Südamerikaner. Mit seinem Stil verärgert Paraguay auch das deutsche TV-Team.

Frankreich hat sich im WM-Achtelfinale gegen Paraguay lange Zeit schwergetan, sich dank eines verwandelten Strafstoßes von Kylian Mbappé am Ende aber mit 1:0 durchgesetzt. Dass der Favorit so große Probleme hatte, lag auch an der Gangart der Südamerikaner. Paraguays Profis erlaubten sich viele versteckte Fouls, bewegten sich etwa mit einem Schlag gegen Mbappé am Rande der Unsportlichkeit.

MagentaTV-Kommentator Nico Seepe platzte schließlich der Kragen, als Gustavo Velázquez vor dem Strafstoß versuchte, den Elfmeterpunkt mit seinen Stollen zu malträtieren. „Das ist eine Riesensauerei“, schimpfte der Reporter. Zuspruch erhielt er von Patrick Ittrich, als Schiedsrichterexperte ebenfalls für MagentaTV im Einsatz: „Die Spieler aus Paraguay sind sehr forcierend in Richtung Unsportlichkeiten.“ Er ergänzte, dass die Südamerikaner „unfair“ gespielt hätten.

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Dieses Urteil teilte im Studio auch TV-Experte Manuel Baum. „Das hat im Fußball nichts zu suchen“, kritisierte er das Auftreten des Deutschland-Bezwingers. Umso bemerkenswerter war die Tatsache, dass sich Frankreichs Spieler kaum provozieren ließen. Mbappé ordnete dies nach dem Spiel selbst ein: „Die dachten, wir würden im Smoking zum Spiel erscheinen, aber wir wissen auch, wie man harten Fußball spielt.“

Im Video | Rudelbildung nach harten Fouls

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Quelle: MagentaTV

Sein Trainer, Didier Deschamps, fühlte sich ob der vielen Fouls unterdessen an ein Spiel gegen Uruguay im Jahr 2018 erinnert, als er seinen Superstar zu dessen Schutz auswechseln musste. „Heute habe ich meine beiden stärksten Spieler gebeten, ihn (Mbappé, Anm. d. Red.) am Ende des Spiels für mich zu schützen, weil ich meine Spieler nicht verlieren will.“

Ittrich kritisiert Schiedsrichter Tantashev und Paraguays Galarza

Dass Paraguays Profis bis zum Spielende derart austeilen konnten, kreidete Ittrich dem usbekischen Schiedsrichter Ilgiz Tantashev an. „Man muss zumindest ein Zeichen setzen und Gelbe Karten geben“, merkte er während der Partie an. Der Unparteiische sei „präventiv nicht auf der Höhe“, was sich etwa an unzureichender Kommunikation gezeigt habe: „Wenn du nicht vorsorglich mit den Spielern sprichst und Gelbe Karten zeigst, läuft dir das Spiel aus dem Ruder. Er wird nicht akzeptiert, und das ist ein Problem für einen Schiedsrichter.“

Das habe vor allem Paraguays Matías Galarza ausgenutzt. Er war es, der gegen Mbappé zum Schlag angesetzt hatte. In der Schlussphase holte er auch gegen Jules Kounde aus, verfehlte diesen aber. „Immer der Sportkamerad Galarza“, schimpfte Ittrich. „Der hätte für mich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen.“ Sollte die Fifa Ittrichs Einschätzung teilen, dürfte es sowohl für Galarza als auch für Schiedsrichter Tantashev der letzte Turniereinsatz gewesen sein.

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