„Unheimlich über mich selbst geärgert“

Hoeneß spricht über Eberl-Zukunft


30.07.2026 – 21:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Uli Hoeneß am Mittwoch am Rande des Testspiels des FC Bayern in Rottach-Egern. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara/imago)

Seit Monaten wird spekuliert, ob Max Eberl längerfristig bei Bayern bleibt. Uli Hoeneß hatte die Debatte ins Rollen gebracht. Jetzt äußert er sich überraschend.

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich über die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl beim Rekordmeister geäußert. Am Rande des traditionellen Testspiels bei Amateurverein FC Rottach-Egern, das die Münchner standesgemäß mit 15:0 gewannen, lobte Hoeneß zunächst die Arbeit von Eberl im Zusammenspiel mit Christoph Freund explizit: „Ich habe auch letztes Jahr gesagt, dass wir eine perfekte Transferperiode gemacht haben, aber dieses Jahr auch – mit zwei Spielern, die wir gut gebrauchen können (Nathaniel Brown und Ismael Saibari, d. Red.).“

Der Vertrag Eberls läuft noch bis 2027. Im Mai, rund um das Pokalfinale in Berlin, hatte Hoeneß die Chancen auf einen längeren Verbleib im Spiegel-Interview noch mit „60:40“ angegeben und damit die Spekulationen angeheizt. Das revidierte er nun. Auf die Frage, auf wie viel Prozent er einen Eberl-Verbleib jetzt beziffern würde, sagte Hoeneß: „Im Moment glaube ich 100.“

Hoeneß: „Habe mich unheimlich über mich selbst geärgert“

Dass er sich in besagtem Interview damals so geäußert habe, bedauere er nun, so der 74-Jährige: „Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich mich unheimlich über mich selbst geärgert habe, dass ich so naiv und der Meinung war, dass dieses Interview, das am Freitagabend in Berlin stattgefunden hat, in der Woche darauf erscheint, weil der Spiegel ja normalerweise eine Woche Vorlauf hat.“

Seite an Seite: Max Eberl (l.) und Uli Hoeneß haben sich ausgesprochen. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara/imago)

Hoeneß weiter: „Aber offensichtlich haben ihnen meine Aussagen so gut gefallen, dass sie diese schon am Samstagmorgen in die Öffentlichkeit gebracht haben. Und damit war Max vor dem Pokal-Endspiel nicht gut behandelt von mir. Ich habe mich dafür auch bei ihm entschuldigt.“ Eberl selbst hatte am Mittwoch von einer Aussprache berichtet, das Verhältnis zu Patron Hoeneß sei sehr gut.

Ende August wird der Aufsichtsrat zusammenkommen und dabei auch über die Personalie Eberl sprechen. In welche Richtung es dabei gehen wird, hat Hoeneß nun bereits vorgegeben.

Share.
Exit mobile version