Familien müssen alles mit ansehen

Er schrie „Nein, nein, nein“


11.10.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Tiger (Symbolbild): Bei einem Angriff in einem Gehege in Doncaster ist ein Mann getötet worden. (Quelle: IMAGO/Martin Wagner/imago-images-bilder)

Ein junger Mann betritt ein Tiger-Gehege, wenig später ist er tot. Augenzeugen schildern rätselhafte Details.

Diese Szenen werden die vielen Familien mit Kindern, die sich auf einen aufregenden Tag im Tierpark gefreut hatten, wohl nie mehr vergessen: Ein Tiger hat am Samstag im englischen Doncaster im Yorkshire Wildlife Park einen Mann getötet, nachdem dieser in das Gehege gegangen war. Die Umstände des tödlichen Vorfalls sind rätselhaft.

Wie die Polizei in der nordenglischen Grafschaft South Yorkshire mitteilte, erlitt der Mann schwere Verletzungen und starb trotz Bemühungen der Rettungskräfte noch an dem Ort des Vorfalls im Yorkshire Wildlife Park. Auch der Zoo bestätigte auf seiner Webseite einen ernsten Vorfall im Tigergehege. Warum der Mann das Gehege am frühen Nachmittag betreten hatte, war zunächst unklar. Der Tiger sei unverletzt und während des Vorfalls in seinem Gehege geblieben.

  • Tiere rennen um ihr Leben: Kühe finden sich auf einmal in Inferno wieder

In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen den Vorfall zeigen. Zu sehen ist, wie der mit einem schwarzen Pullover und heller Hose bekleidete augenscheinlich junge Mann immer wieder von dem Raubtier angegriffen und über den Boden geschleift wird. Der Mann ruft: „Nein, nein, nein“ – doch der Tiger lässt nicht von ihm ab. Zu hören ist außerdem, wie offenbar schockierte Augenzeugen versuchen, das Tier durch laute Rufe abzulenken.

Ein Blick auf den Eingang zum Yorkshire Wildlife Park in Doncaster, wo laut Angaben der Polizei von South Yorkshire ein Mann ums Leben gekommen ist. (Quelle: Annabel Lee-Ellis/dpa)

Zeugen: Mann soll sich mit Tanz aufgeputscht haben

Die britische Boulevardzeitung „The Sun“ zitierte Augenzeugen, wonach sich der Mann regelrecht „gefreut“ habe, den Tiger zu sehen. Er habe einen anderen Besucher gebeten, ein Foto von ihm mit der Raubkatze im Hintergrund zu machen. „Ich glaube ehrlich gesagt, dass er einfach nur mit dem Tiger spielen wollte“, sagte die mutmaßliche Augenzeugin.

Ein weiterer Zeuge sagte laut „Sun“, der Mann habe sich vor dem Betreten des Geheges durch eine Art Tanz selbst „aufgeputscht“. Besucher sollen noch versucht haben, den Mann von seinen Plänen abzuhalten. Der Mann sei offenbar über eine Aussichtsplattform in das Gehege gekommen, das von einem fünf Meter hohen Zaun umgeben ist. Unabhängig überprüfen lassen sich die Augenzeugenberichte nicht.

Bei dem Tiger handelt es sich einem BBC-Bericht zufolge um einen Amur-Tiger. Von der gefährdeten Art existieren weltweit nur noch 500 Exemplare in freier Wildbahn. Das rund 0,8 Hektar große Tiger-Reservat in dem Park wurde 2011 eröffnet.

Share.
Exit mobile version