„Der absolute Hammer“
Der Wiener „Tatort“ überzeugt – auf zwei Ebenen
27.04.2026 – 12:29 UhrLesedauer: 3 Min.
Der neue „Tatort“ führte das Ermittlungsteam in eine Sozialeinrichtung in Wien. So kam der Fall beim Publikum an.
Ihr jüngster Fall führte das „Tatort“-Team Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) in eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft am Rand der Stadt. Für die 14- bis 18-jährigen „Klienten“, wie sie genannt werden, ist das Areal zwar eine Zuflucht, aber auch ein Signal, wie sehr abgeschoben sie sind, wie weit weg von der Gesellschaft, wie fern der Hoffnung auf ein gelingendes Leben.
Der Fall? David Walcher (Roland Silbernagl), der Chef der Jugendwohngruppe, ist tot. Er wurde in der Nähe der Einrichtung erschlagen. Regisseurin und Drehbuch-Co-Autorin Katharina Mückstein filmt aber nicht allein die Ermittlungen, viele Szenen drehen sich um die Vorgeschichte des Mordes. Ihre Arbeit fand großen Anklang.
Das Erste dominierte am Sonntagabend das Fernsehprogramm mit der „Tatort“-Folge. 7,60 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein, was einem Marktanteil von 30,9 Prozent entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte der Krimi 1,03 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie einen Marktanteil von 21,4 Prozent.
Die stärksten Verfolger lagen deutlich dahinter: Das Quiz „Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)“ mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf bei ProSieben steigerte seinen Marktanteil in dieser Altersgruppe im Vergleich zur Vorwoche leicht auf 11,0 Prozent, kam insgesamt aber nur auf 640.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Der RTL-Film „Jungle Cruise“ erreichte 10,3 Prozent in der Zielgruppe und insgesamt 1,76 Millionen Menschen.
Viele Fans nutzten nach der Ausstrahlung die sozialen Netzwerke, um über den Fall zu diskutieren und ihre Meinung zu äußern. Größtenteils konnten Fellner und Eisner überzeugen, auch wenn sich dazwischen negative Stimmen finden lassen.
„Was für ein tiefgehender ‚Tatort‘ und trotzdem sehr interessant und bis zum Ende spannend. Danke“, schrieb ein Fan auf Instagram. Zwei weitere Personen kommentierten: „Sehr gut! Spannend, realistisch und filmisch sehr gut umgesetzt.“ Und: „Das war der absolute Hammer. So richtig toll gedreht. Ich liebe es, wenn es so gedreht ist, dass man sieht, was passiert ist. Unglaublich.“ Weitere Fans sind von der schauspielerischen Leistung des Casts beeindruckt und loben die Art der Erzählung, die immer wieder Rückblenden einsetzte, um den Fall zu erzählen.
Es gibt jedoch auch Stimmen, die sich gerade an diesem Aufbau störten. „Kapier nicht, was diese Rückblenden sollen? Ist mir alles in allem zu unverständlich. Schade“, so eine Person. Auch andere Zuschauenden konnte die Folge aus Wien nicht überzeugen. Eine Person bezeichnete den Fall als „langweilig“, eine andere Person als „wirklich schlecht“. „90 Minuten hinauszögern inklusive Rückblenden und Täuschung mit dem Entflohenen, damit eine Folge zustande kommt. War das langweilig und so ein schlechtes Thema“, heißt es in dem Kommentar.










