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Politik

Studieren ohne NC? Das geht bei immer mehr Studiengängen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 23, 2026
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Studieren ohne NC? Das geht bei immer mehr Studiengängen

Hochschulstart

Studieren ohne NC? Das geht bei immer mehr Studiengängen

Aktualisiert am 23.06.2026 – 09:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Numerus Clausus verliert bei der Studienplatzvergabe als Hürde immer mehr an Bedeutung. (Symbolbild) (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

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Noch vor einigen Jahren waren 40 Prozent aller Studiengänge zulassungsbeschränkt. Doch für immer mehr Angebote verliert der Numerus Clausus an Bedeutung – allerdings nicht überall.

Bei der Studienplatzvergabe in Deutschland verliert ein guter Abitur-Schnitt immer mehr an Bedeutung. Zum kommenden Wintersemester werden laut einer Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) nur noch 31,6 Prozent aller Studienangebote in Deutschland eine Zugangsbeschränkung haben, wie etwa einen Numerus Clausus (NC) oder einen Eignungstest. Vor sechs Jahren waren demnach noch mehr als 40 Prozent aller Studienangebote zulassungsbeschränkt – der Anteil sinkt seither kontinuierlich.

Im Vergleich zum Vorjahr sei der Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge noch einmal um 0,9 Prozent kleiner geworden. Besonders niedrig liegt die Quote dabei für Bachelor-Studiengänge: Diese liegt im kommenden Wintersemester bei 28,7 Prozent. Vor zehn Jahren war mit 47,6 Prozent noch fast jeder zweite Bachelor-Studiengang zugangsbeschränkt.

Wachsende Zahl von Studiengängen und Hürden auf dem Prüfstand

„Die Chancen seinen Wunschstudiengang an der jeweiligen Wunschhochschule zu studieren, waren wohl noch nie so gut wie aktuell“, fasst CHE-Experte Cort-Denis Hachmeister die Entwicklung zusammen. Während man vor einigen Jahren noch bundesweit sinkende Studienanfängerzahlen für die Veränderung verantwortlich machte, könne der zunehmende Bedeutungsverlust des NC eher nicht mit sinkender Nachfrage erklärt werden: Die Studienanfängerzahlen seien zuletzt wieder gestiegen, so Hachmeister.

Allerdings wachse die Zahl der Studienangebote. Außerdem sei vorstellbar, dass viele Hochschulen bestehende Zugangsbeschränkungen auf den Prüfstand gestellt und abgeschafft hätten, wo dies sich anbiete.

Starke Schwankungen nach Bundesland und Fach

Ob Hochschulen viele Studienangebote mit einem NC belegen oder nicht, schwankt regional stark und hängt auch von der Studienrichtung ab. Wer in einer großen Stadt studieren will, trifft tendenziell häufiger auf Zulassungsbeschränkungen, so das CHE.

Im Bundesländervergleich haben Studierende, die nach Berlin wollen, am seltensten die freie Wahl: In der Hauptstadt ist mehr als jedes zweite Studienangebot zulassungsbeschränkt. Das Flächenland Baden-Württemberg hat mit einem Anteil von 46,2 Prozent ebenfalls noch viele beschränkte Angebote, gefolgt vom Saarland (44,1 Prozent) und Bremen. An Hochschulen mit Sitz in Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz dagegen gibt es für weniger als jedes fünfte Angebot eine Beschränkung.

Einen Unterschied macht auch die Fächergruppe des Wunschstudienfachs: Mit einem Anteil von 36,2 Prozent zulassungsbeschränkten Angeboten kommt es bei den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften häufiger auf den Numerus Clausus an als etwa bei den Ingenieurswissenschaften (24,3 Prozent) oder Mathematik und Naturwissenschaften (28,1 Prozent). Bei den Sprach- und Kulturwissenschaften hat nur weniger als ein Fünftel der Angebote eine Beschränkung.

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