Auch im Wahlkampf setzte die Linkenpolitikerin auf deutliche Worte. „Berlin kann zum Zentrum des Widerstands gegen den sozialen Kahlschlag und gegen den Rechtsruck werden.“ Oder auch: „Wir sind bereit, uns mit den Immobilienkonzernen anzulegen.“
Das Rote Rathaus müsse endlich „wirklich rot werden“, forderte sie. Bei Wahlkampfveranstaltungen sprach Eralp mit großer Verlässlichkeit soziale Themen wie hohe Mieten und hohe Lebenshaltungskosten an.
Eralp kündigte an, „jeden verdammten Hebel umlegen“ zu wollen, um Berlin bezahlbar für alle zu machen. Große Wohnungsunternehmen will sie enteignen und einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einführen. Regelmäßig war sie in den vergangenen Monaten mit einer kleinen Halskette mit dem Schriftzug „Mietendeckel“ zu sehen.
Berlin soll ein Ort der Hoffnung sein
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, bei der die AfD mit Abstand stärkste Partei wurde, kündigte Eralp mit Blick auf Berlin an: „Ich will die Hauptstadt zum Ort der Hoffnung und Solidarität machen. Ich bin die Antwort auf Sachsen-Anhalt.“
Vor allem die CDU hielt der Berliner Linken immer wieder vor, Antisemitismus in den eigenen Reihen nicht klar genug entgegenzutreten. Von Grünen und SPD forderten die Christdemokraten deshalb, nicht mit den Linken zu koalieren.
Eralp räumte im Wahlkampf ein, es gebe auch innerhalb ihrer Partei Antisemitismus, versicherte aber auch: „Die ganz große Mehrheit der Partei steht ganz klar für den Schutz von jüdischem Leben und die Stärkung von jüdischem Leben.“
Eralp sucht seit Jahren eine größere Wohnung in Berlin
Eralp wohnt zur Miete – und sucht nach eigenen Angaben für sich und ihre Familie seit Jahren ohne Erfolg eine größere Wohnung. Wohnungsmangel und hohe Mieten sind in Berlin ein chronisches Problem.
