Stärkere und länger anhaltende Effekte beobachteten die Forscher dagegen bei:
Auch Tetracyclin zeigte noch messbare Nachwirkungen, allerdings in geringerem Ausmaß.
Warum gerade manche Antibiotika die Darmflora besonders stark verändern, ist bislang nicht vollständig geklärt.
Die Veränderungen könnten laut den Autoren gesundheitliche Auswirkungen haben. Einige Bakteriengruppen, die nach Antibiotikabehandlungen häufiger vorkamen, stehen in Studien im Zusammenhang mit Übergewicht, erhöhten Cholesterinwerten, entzündlichen Darmerkrankungen oder Typ-2-Diabetes. Die Forscher betonen jedoch, dass Antibiotika weiterhin ein unverzichtbares Mittel gegen bakterielle Infektionen bleiben. Die Ergebnisse sollen vielmehr helfen, ihren Einsatz künftig noch gezielter zu steuern.
Das heißt: Wenn mehrere gleich wirksame Medikamente zur Verfügung stehen, könnte in Zukunft auch berücksichtigt werden, welches Antibiotikum die Darmflora langfristig weniger stark beeinflusst.











