Von Doloresz Katanich mit AFP
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Stellantis, der Eigentümer von Peugeot, Fiat und Jeep, gab am Dienstag bekannt, dass es ab 2029 eine Milliarde Euro in sein Werk in Mulhouse im Osten Frankreichs investieren wird, um drei neue Elektro- oder Hybridmodelle von Peugeot zu entwickeln und herzustellen.
Der Schritt erfolgt, da europäische Automobilhersteller mit der schwachen Nachfrage in China, dem zunehmenden globalen Wettbewerb und den Zöllen zu kämpfen haben. Gleichzeitig gewinnen chinesische Marken wie BYD, MG Motor und Chery an Boden Europas wachsender Elektrofahrzeugmarktwas die Autohersteller dazu veranlasst, stark in neue Technologien und erschwinglichere Modelle zu investieren.
Die Ankündigung ist Teil von Stellantis‘ umfassendere 60-Milliarden-Euro-Strategie Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren die Rentabilität wiederherzustellen. Es bestätigt auch die Pläne für den Standort, die der französische Präsident Emmanuel Macron letzten Monat skizziert hatte.
Laut Stellantis werden zu den neuen Fahrzeugen kompakte Limousinen und SUVs gehören, was die Position von Peugeot in einem Marktsegment stärkt, das rund 30 % der Autoverkäufe in Europa ausmacht.
Bei den neuen Modellen werde es sich um kompakte Limousinen und SUVs handeln, um die Präsenz von Peugeot in einem „Schlüsselsegment“ zu stärken, das 30 % des europäischen Autoabsatzes ausmache, sagte Stellantis.
Europäische Automobilhersteller stehen bei der Umstellung auf sauberere Fahrzeuge zunehmend unter Druck und konkurrieren gleichzeitig mit immer beliebter werdenden chinesischen Marken, von denen viele kostengünstigere Elektromodelle anbieten.
Anfang des Jahres räumte Stellantis-CEO Antonio Filosa ein, dass das Unternehmen die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen überschätzt habe. Anschließend verzeichnete der Konzern eine Abschreibung in Höhe von 22 Milliarden Euro im Zusammenhang mit seinen EV-Investitionen und leitete eine strategische Überprüfung ein.
Seitdem hat Stellantis seine neue Elektrofahrzeugplattform STLA One vorgestellt, die darauf ausgelegt ist, die Produktionskosten zu senken und die Entwicklung neuer Modelle zu beschleunigen.
Der viertgrößte Automobilhersteller der Welt konzentriert seine Ressourcen auf vier seiner 14 Marken – Peugeot, Fiat, Jeep und Ram – und reduziert gleichzeitig seine europäische Produktionskapazität um rund 20 %, was etwa 800.000 Fahrzeugen pro Jahr entspricht.
Darüber hinaus baut das Unternehmen die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern aus, um den Vertrieb in Frankreich und im Ausland zu stärken. Der chinesische Autohersteller Dongfeng hat kürzlich eine Joint-Venture-Vereinbarung mit Stellantis unterzeichnet, die Produktions-, Vertriebs- und Engineering-Aktivitäten in Europa umfasst.
