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Home » Staatsbahn-Streik bremst die Niederlande aus
Mobilität

Staatsbahn-Streik bremst die Niederlande aus

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 8, 2026
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Großer Streik in den Niederlanden

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Nachbarland


08.09.2026 – 17:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Nach Möglichkeit verschieben: Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Niederlande am Mittwoch ab. (Quelle: IMAGO/Rüdiger Wölk)

Ein Streik legt am Mittwoch den öffentlichen Verkehr in den Niederlanden lahm. Das Auswärtige Amt warnt vor erheblichen Einschränkungen.

Ein 24-stündiger Streik soll am Mittwoch große Teile des öffentlichen Verkehrs in den Niederlanden lahmlegen. Die Staatsbahn NS stellt den Zugverkehr ein. Auch Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen fallen in mehreren Städten aus. Reisende aus Deutschland müssen daher mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Ausstand ab dem frühen Morgen

Die Gewerkschaften FNV und CNV haben für den 9. September 2026 zu einem landesweiten Streik im öffentlichen Verkehr aufgerufen. Bei NS und ProRail beginnt der Ausstand um 2 Uhr morgens und dauert 24 Stunden. Die Staatsbahn NS erwartet, am Donnerstag, dem 10. September, wieder zum regulären Fahrplan zurückzukehren. Reisende sollten kurz vor Abfahrt ihre Verbindung prüfen.

Diese Zugverbindungen fallen aus

Die niederländische Staatsbahn NS stellt am Streiktag den regulären Zugbetrieb ein. Auf niederländischem Gebiet fahren damit keine NS-Züge – mit einer Ausnahme für den Flughafen Schiphol.

Betroffen sind auch internationale Verbindungen. Nach Angaben von NS verkehren am 9. September folgende Linien in den Niederlanden nicht:

  • Fernverkehr: ICE, Eurostar, Nightjet, EuroCity und EuroCity Direct
  • Regionalverkehr: Drielandentrein zwischen Liège, Maastricht und Aachen sowie Regionalverbindung Roosendaal – Antwerpen

Fahrgäste mit internationalen Tickets sollten ihre Verbindung bei NS International oder beim jeweiligen Anbieter prüfen und nach Umbuchungs- oder Erstattungsmöglichkeiten suchen.

Ausnahme am Flughafen Schiphol

Der Zugverkehr zum Flughafen Schiphol ist nicht komplett eingestellt. Der Airport Sprinter soll zwischen Amsterdam Centraal, Schiphol und Hoofddorp viermal pro Stunde fahren.

Flugreisende sollten dennoch deutlich mehr Zeit einplanen. Die Züge dürften stark ausgelastet sein. Auch auf den Straßen ist mit mehr Verkehr zu rechnen.

Stillstand in Amsterdam und Rotterdam

Auch der Stadtverkehr ist betroffen. In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag fallen Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen weitgehend aus. Betroffen sind unter anderem die großen städtischen Verkehrsbetriebe GVB, RET und HTM.

Die lokalen Einschränkungen im Überblick:

  • Amsterdam: Zusätzlich fallen die GVB-Fähren über die Wasserstraße IJ aus. Der IJ-Tunnel wird nicht für Fußgänger, Radfahrer oder Mopedfahrer geöffnet. Die Stadt Amsterdam verweist auf die Schellingwouderbrug, was für viele Reisende deutliche Umwege bedeutet.
  • Den Haag und Rotterdam: Die Busse und Straßenbahnen der städtischen Betriebe bleiben überwiegend in den Depots. Auch im regionalen Busverkehr ist mit weitreichenden Ausfällen zu rechnen.

Staugefahr auf den Straßen

Grenzübergänge und Autobahnen bleiben nach bisherigem Stand offen. Da viele Pendler und Reisende auf das eigene Auto, Taxis oder Fahrgemeinschaften ausweichen dürften, ist mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen.

Besonders in den Großräumen von Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht sollten Reisende mehr Zeit einplanen. Wer am 9. September in den Niederlanden unterwegs sein muss, sollte kurz vor Abfahrt alle Verbindungen prüfen und nach Möglichkeit auf nicht zwingende Fahrten verzichten.

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