Hamburger Wahrzeichen
Jetzt steht es fest: So sieht die neue Köhlbrandbrücke aus
10.06.2026 – 12:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Entscheidung ist gefallen: Der Siegerentwurf für die neue Köhlbrandbrücke steht fest. Wie das neue Wahrzeichen über der Elbe aussehen soll.
Hamburgs neue Köhlbrandbrücke nimmt Gestalt an. Eine Jury aus Fachleuten und Vertretern der Bürgerschaftsfraktionen hat den Siegerentwurf für den Ersatzneubau einstimmig ausgewählt. Das teilten die Wirtschaftsbehörde und die Hafenbehörde HPA am Mittwoch mit.
Den Zuschlag erhielt eine Arbeitsgemeinschaft aus den Ingenieurbüros sbp, Grassl und WTM Engineers sowie den Architekturbüros gmp und PPL. Insgesamt hatten sieben Bietergemeinschaften Konzepte eingereicht.
Bekannte Köhlbrandbrücke als Vorbild
Der Entwurf orientiert sich an der bisherigen Köhlbrandbrücke mit ihren zwei Pylonen und Schrägseilen. Die neue Brücke soll jedoch rund 20 Meter höher werden. Nach Angaben der Stadt sieht das Konzept zudem einen sparsameren Einsatz von CO₂-intensiven Materialien wie Stahl vor.
Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte: „Der Ersatzneubau der Köhlbrandbrücke hat eine herausragende Bedeutung für unsere Stadt und für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die Planungen laufen bereits. Ziel ist eine Verkehrsfreigabe bis Ende der 2030er-Jahre.
Thering: Marode Köhlbrandbrücke ist „Dauerpatient“
Kritik kommt von der CDU. Fraktionschef Dennis Thering verwies auf den Zustand der bestehenden Brücke. „Die Köhlbrandbrücke ist seit Jahren ein Dauerpatient der Hamburger Infrastruktur“, sagte er. Seit Anfang Mai dürfen 44-Tonner die Brücke nicht mehr befahren. „Doch auf Entwürfen kann man nicht fahren. Es ist höchste Zeit, dass endlich Tempo in die Realisierung kommt.“
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Auch die Linke fordert mehr Tempo. Der hafenpolitische Sprecher Kay Jäger erklärte: „Der Senat muss das Chaos um die neue Köhlbrandbrücke endlich beenden und jetzt Nägel mit Köpfen machen.“ Die bestehende Brücke müsse bis zur Fertigstellung des Neubaus funktionsfähig bleiben.
Handelskammer-Präses Norbert Aust begrüßte, dass der Senat den Ersatzbau „konkret und verbindlich vorantreibt“. Zugleich warnte er vor wirtschaftlichen Folgen des Zustands der alten Brücke: „Denn angesichts des fortschreitenden Verfalls und der damit einhergehenden Einschränkungen für den Verkehr geht uns schon heute spürbar Wertschöpfung verloren.“
