Hintergründe unklar

Polizei schießt bewaffneten Mann während Einsatz nieder


Aktualisiert am 19.08.2026 – 01:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Rettungsdecken liegen neben Absperrband der Polizei auf einem Gehweg: Im Münchner Stadtteil Schwabing ist es zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gekommen. (Quelle: Felix Hörhager)

In München-Schwabing hat die Polizei auf einen Mann geschossen, der mit einem pistolenähnlichen Gegenstand hantierte. Wer er ist, ist weiter unklar.

Ein Mann ist am Dienstagabend im Münchner Stadtteil Schwabing von einem Polizeischuss schwer verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurde der etwa 20 Jahre alte Mann in ein Krankenhaus gebracht. Eine Zeugin habe einen Schuss gehört.

Vorausgegangen war ein Notruf: Der Mann soll auf einer Straße mit einem pistolenähnlichen Gegenstand hantiert haben. Der entsprechende Hinweis ging gegen 17.15 Uhr bei der Polizei ein. Eine kriminelle Handlung habe es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. Dennoch rückte die Polizei mit zahlreichen Streifenwagen an. „Wenn wir eine Person mit Waffe gemeldet bekommen, sind wir mit starken Kräften im Einsatz“, erklärte der Polizeisprecher.

Mann in München niedergeschossen: Gegenstand wird Untersucht

Gegen 17.30 Uhr machten die Beamten den Mann ausfindig und sprachen ihn an. Dabei kam es zum Schusswaffengebrauch seitens der Polizei. Warum genau geschossen wurde und wie sich die Situation im Detail abspielte, ist bislang nicht bekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die unmittelbar am Einsatz beteiligten Polizeikräfte würden derzeit betreut, hieß es weiter.

Der sichergestellte pistolenähnliche Gegenstand wird nun untersucht, um zu klären, ob es sich tatsächlich um eine echte Waffe handelte. Auch die Identität des verletzten Mannes ist noch offen: Ein Ausweisdokument wurde bei ihm nicht gefunden. Nach Einschätzung der Polizei dürfte seine Identifizierung voraussichtlich bis Mittwoch dauern.

Sperrungen rund um Belgradstraße und Clemensstraße

Der Einsatzort im Bereich der Kreuzung Belgradstraße/Clemensstraße war über Stunden weiträumig abgesperrt, auch der Tramverkehr kam in dieser Zeit zum Erliegen. Bereits kurz nach Einsatzbeginn bat die Polizei München über ihren Instagram-Account, den Bereich großzügig zu umfahren, und betonte, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Es komme jedoch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Da die Gegend belebt ist, wurden Zeugen direkt vor Ort befragt; zusätzlich richtete die Polizei eine Zeugensammelstelle ein. Rund vier Stunden nach der ersten Mitteilung informierte die Polizei erneut über Instagram: Die polizeilichen Maßnahmen seien abgeschlossen und die Verkehrssperren soeben aufgehoben worden. Eine ausführliche Pressemitteilung zu dem Einsatz kündigte die Polizei für den folgenden Tag an.

Kripo und Spurensicherung trafen ebenso am Tatort ein wie Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA). Das LKA ermittelt grundsätzlich, sobald eine Polizeibeamtin oder ein Polizeibeamter die Dienstwaffe eingesetzt hat. Die LKA-Beamten prüfen dabei insbesondere, ob der Schusswaffengebrauch rechtmäßig war.

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