Extremhitze in Hamburg
Halbmarathon fällt aus: Veranstalter nennt nächste Schritte
26.06.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.
24.000 Läufer sind von der Absage des Hamburger Halbmarathons betroffen. Nun äußern sich die Veranstalter zum weiteren Vorgehen und zur Suche nach einem Ersatztermin.
Nach der kurzfristigen Absage des Hamburger Halbmarathons wegen der erwarteten Extremhitze hat für die Organisatoren die Suche nach einem Ersatztermin begonnen. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.
Organisator Steven Richter sagte der „Hamburger Morgenpost“: „Wir wissen, dass es schwer wird, aber wir wollen allen Teilnehmenden möglichst schnell eine Lösung anbieten.“ Nach Angaben der Veranstalter sollen die Teilnehmer später zwischen einem Start beim Nachholtermin und der Erstattung ihrer Teilnahmegebühr wählen können.
Ersatztermin im Herbst wird geprüft
Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ wird derzeit ein Nachholtermin im Herbst favorisiert. Für die Planung müsse unter anderem das Messegelände verfügbar sein, zudem seien mit dem Triathlon und den Cyclassics bereits andere Großveranstaltungen terminiert.
Innerhalb der kommenden zwei Wochen wollen die Veranstalter nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ über das weitere Vorgehen informieren.
Halbmarathon-Veranstalter: „Viele Tränen geflossen“
Die Absage sei dem Organisationsteam äußerst schwergefallen, sagte Richter der „Hamburger Morgenpost“. „Es sind viele Tränen geflossen im Team, weil alle in den vergangenen Monaten wahnsinnig viel Arbeit in den Lauf reingesteckt haben.“
Nach seinen Angaben wurde erstmals am Mittwoch konkret über eine Absage gesprochen. Ausschlaggebend sei die erste verlässliche Wetterprognose gewesen. Bis zuletzt habe die Hoffnung bestanden, dass die Temperaturen am Sonntag doch niedriger ausfallen würden. Trotz eines erweiterten Sanitätskonzepts habe man sich wegen der vorhergesagten Hitze in der Verantwortung für die Gesundheit der Läufer gesehen.
Absage kostet Veranstalter viel Geld
Auch finanziell hat die Absage Folgen. Die BMS Laufgesellschaft rechnet nach eigenen Angaben mit einem Schaden im mittleren sechsstelligen Bereich. Richter sagte der „Hamburger Morgenpost“, es werde vermutlich drei bis fünf Jahre dauern, bis sich die Veranstaltung davon vollständig erhole.
Ein Großteil der Kosten sei bereits vor der Absage entstanden. So seien etwa drei Tonnen Bananen übrig geblieben. Diese habe der Veranstalter noch an die Tafel sowie an Kindergärten und Schulen spenden können. Schilder und Starterbeutel könnten dagegen für den Nachholtermin wiederverwendet werden.










