18-Jähriger festgenommen
Schüler nach Vorfall in Regionalexpress in „Schockstarre“
Aktualisiert am 13.09.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Schüler wollen am späten Abend ins Münsterland – da nähert sich ein aggressiver Mann. Der Zug muss einen ungeplanten Stopp einlegen.
Ein junger Erwachsener soll in einem Regionalexpress im Ruhrgebiet Mitglieder einer Schulklasse sexuell belästigt und geschlagen haben. Der Zug musste daraufhin am Essener Haltepunkt Werden einen ungeplanten Zwischenhalt einlegen, damit die Bundespolizei die Situation entschärfen konnte.
Laut Zeugenangaben begann ein 18-Jähriger am Freitagabend im RE100, eine 16-Jährige und einen gleichaltrigen Mitschüler sexuell zu belästigen. Unter anderem soll der Tatverdächtige das Mädchen auf den Mund geküsst haben. Beide sollen während der Geschehnisse in eine „Schockstarre“ gefallen sein, wie die Polizei beschrieb.
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Zwei Jugendliche bekommen Faustschläge ins Gesicht
Wenig später soll der 18-Jährige weitere Mädchen der Klasse angesprochen haben. Ein Bahnmitarbeiter habe den Teenager daraufhin des Abteils verwiesen, der Aufforderung sei er aber nicht nachgekommen.
Als schließlich zwei 15-Jährige am Tatverdächtigen vorbeigingen, soll er ihnen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Einer der Schüler habe daraufhin stark aus der Nase geblutet. Vermutlich habe er eine Nasenbeinfraktur erlitten, hieß es.
Etliche Strafverfahren erwarten den jungen Aggressor
Mitreisende gaben zudem an, dass der junge Mann schon zuvor durch lautes Schreien und Belästigungen aufgefallen sei. In Essen-Werden stoppte der Regionalexpress und Bundespolizisten fesselten den aggressiven Mann. „Während der Durchsuchung versuchte der 18-Jährige sich loszureißen, trat wild um sich und drohte den Einsatzkräften mit Gewalt“, teilten die Beamten mit.
Nun ermittelt die Polizei wegen sexueller Nötigung und sexueller Belästigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung gegen den jungen Mann. Er kam ins Polizeigewahrsam. Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte t-online, er sei nicht vorbestraft.
