Ostsee-Ausflug ab Bremen

Das „süße Ländchen“ ist eine Insel wie aus dem Bilderbuch

13.09.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Urlauber auf dem Dornbusch (Archivbild): Die Insel Hiddensee bietet sich ab Bremen für einen Wochenendausflug an. (Quelle: IMAGO / snapshot)

Keine Autos, dafür Strand, Heide und ein berühmter Leuchtturm: Eine kleine Ostsee-Insel trägt einen Namen, der wie ein Versprechen klingt.

Schon vom Schiff fällt der weiße Turm auf. Er ragt über die bewaldeten Hügel im Norden der Insel, während sich am Ufer kleine Häuser, Wiesen und schmale Wege abwechseln. Autos sind nicht zu sehen. Besucher erreichen Hiddensee nur über das Wasser.

Die lang gestreckte Insel liegt vor der Westküste Rügens und misst knapp 17 Kilometer. An ihrer schmalsten Stelle ist sie nur etwa 250 Meter breit. Die Einheimischen nennen Hiddensee liebevoll „dat söte Länneken“ – das süße Ländchen. Der Name passt zu einer Insel, die überschaubar wirkt und dennoch überraschend unterschiedliche Landschaften vereint.

Das „süße Ländchen“ ist autofrei

Privater Autoverkehr ist auf Hiddensee grundsätzlich nicht erlaubt. Urlauber sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in einer Pferdekutsche unterwegs. Dadurch fehlen breite Straßen und große Parkplätze. Zwischen den Orten Kloster, Vitte und Neuendorf führen Wege stattdessen durch Wiesen, Heideflächen und kleine Kiefernwälder.

Der Leuchtturm Dornbusch im Sonnenuntergang (Archivbild): Auf Hiddensee ist auch Platz für ein wenig Ostsee-Romantik. (Quelle: IMAGO / Westend61)

Auch Künstler und Schriftsteller zog es auf die Insel. Der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann verbrachte viele Sommer in Kloster. Sein früheres Wohnhaus ist heute ein Museum. In Vitte erinnert die auffällig blau gestrichene „Blaue Scheune“ an die Künstler, die Hiddensee im frühen 20. Jahrhundert für sich entdeckten.

102 Stufen bis zum Ostseeblick

Das bekannteste Ziel liegt auf dem Dornbusch im Inselnorden. Vom Hafen in Kloster dauert der ausgeschilderte Fußweg zum Leuchtturm rund 25 Minuten. Der Anstieg durch den Wald ist stellenweise steil.

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Im Turm führen 102 Stufen zur Aussichtsplattform. Von dort reicht der Blick über Hiddensee, die Boddenlandschaft und die offene Ostsee. Bei klarer Sicht ist sogar die dänische Insel Møn zu erkennen. Der Leuchtturm ist von April bis Oktober täglich zwischen 10.30 und 16 Uhr geöffnet – allerdings nur bei trockenem Wetter, guter Sicht und höchstens Windstärke sechs. Erwachsene zahlen 3,50 Euro, Kinder bis 17 Jahren 2 Euro. Familien mit bis zu zwei Kindern zahlen 9 Euro.

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