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Es gibt einen berühmten Witz aus der Sowjetzeit. Sie schalten das Radio ein und hören von Lenin. Sie schlagen die Zeitung auf und lesen über Lenin. Sie haben Angst, Ihren Kühlschrank zu öffnen.
Dasselbe könnte man heutzutage auch über US-Präsident Donald Trump und seine globalen Zölle sagen.
Denn nachdem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA letzte Woche seine Zölle als verfassungswidrig bezeichnete, verdoppelte Trump einfach seine Zölle und kündigte trotzdem eine neue Einfuhrsteuer von 15 % an.
Was ist also tatsächlich passiert und welche Auswirkungen wird es auf Sie haben?
Der Oberste Gerichtshof entschied, dass die US-Verfassung die Besteuerungsbefugnis ausschließlich dem Kongress und nicht dem Präsidenten einräumt. Indem er Notstandsgesetze nutzte, um die Welt zu besteuern, hat Trump seine Befugnisse überschritten.
Und für die EU führt das zu Chaos. Das noch immer nicht ratifizierte Handelsabkommen zwischen der EU und den USA vom letzten Sommer, das die Zölle auf 15 % begrenzt, befindet sich nun in der rechtlichen Schwebe.
Da diese Befugnisse entfallen sind, bemüht sich die Europäische Kommission um Klarheit, da europäische Unternehmen möglicherweise Rückerstattungen in Milliardenhöhe für bereits gezahlte Zölle erhalten könnten.
Aber hier ist der Haken. Dies hat keinen Einfluss auf Trumps ältere Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos, die auf völlig anderen Gesetzen beruhten.
Also zurück zum Kühlschrankwitz: Wenn diese neuen Zölle Bestand haben, müssen wir damit rechnen, dass alles, was die EU aus den USA importiert, teurer wird.
Aber es gibt Hoffnung. Dänische Käufer nutzen jetzt eine neue App, die Produkte scannt, um ihnen dabei zu helfen, leicht lokale Alternativen zu US-Importen zu finden.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass Europa dem berühmten Motto folgt: Improvisieren. Anpassen. Überwinden?
Sehen Sie sich das Euronews-Video im Player oben an, um die ganze Geschichte zu erfahren.










