Schockfund auf Karibik-Friedhof
Polizei findet Babyleichen – Herkunft unbekannt
19.04.2026 – 14:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf einem Friedhof in Trinidad liegen die Leichen von Säuglingen – ohne Hinweis darauf, wer sie sind oder woher sie stammen. Die Polizei ist beunruhigt.
Auf einem Friedhof in der Stadt Cumuto auf Trinidad haben die Behörden die Leichen von mindestens 50 Säuglingen ohne bekannte Identität entdeckt. Zusammen mit ihnen lagen die Überreste von sechs Erwachsenen – vier Männern und zwei Frauen. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einer illegalen Beisetzung aus.
Der Friedhof liegt rund 40 Kilometer von Port of Spain entfernt, der Hauptstadt des Karibikstaats Trinidad und Tobago. Die Behörden sprechen von einem möglichen Fall der „illegalen Beseitigung“ von Leichen, die von niemandem beansprucht worden seien.
Bei den sechs Erwachsenen trugen bis auf einen Mann alle einen Leichenzettel zur Identifikation. Ein Mann und eine Frau waren nach ihrem Tod offenbar obduziert worden.
Polizeichef Allister Guevarro nannte den Fund „äußerst beunruhigend“. Die Polizei behandle den Fall „mit Dringlichkeit, Sensibilität und einem unerschütterlichen Bekenntnis zur Aufdeckung der Wahrheit“, erklärte er. Weitere forensische Untersuchungen sollen die Herkunft der Toten sowie mögliche Gesetzesverstöße klären.
Trinidad und Tobago, ein englischsprachiger Inselstaat vor der Küste Venezuelas, kämpft seit Jahren mit hoher Gewaltkriminalität. 2024 wurden in dem 1,5-Millionen-Einwohner-Land 623 Morde gezählt. Im Jahr 2023 galt Trinidad und Tobago laut US-Außenministerium mit einer Mordrate von 37 pro 100.000 Einwohnern als das sechstgefährlichste Land der Welt.
Obwohl die Mordrate im Folgejahr um 42 Prozent zurückging, rief Regierungschefin Kamla Persad-Bissessar im März wegen eines erneuten Anstiegs der Gewaltkriminalität den Ausnahmezustand aus.










