Alterung vorbeugen
Darum halten Smartphone-Akkus nicht ewig
17.06.2026 – 05:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Akkulaufzeit von Smartphones lässt im Laufe der Jahre nach. Aber warum ist das eigentlich so? Eine Erklärung und Tipps zur Vorbeugung.
Wer sein Smartphone schon länger im Einsatz hat, wird merken, dass sich der Akku immer schneller leert. Die verbauten Lithium-Ionen-Akkus sind zwar leistungsstark, unterliegen jedoch einem natürlichen Alterungsprozess. Aber warum lässt die Kapazität überhaupt nach und was kann man dagegen tun?
Darum wird der Smartphone-Akku immer schneller leer
Die Akkulaufzeit hat beim Smartphone viel mit Einstellungen und den installierten Apps zu tun. Doch auch abseits dessen verringert sich die Akku-Kapazität im Laufe der Zeit, was in immer kürzeren Laufzeiten mündet. Das liegt daran, dass in den Zellen des Akkus unumkehrbare chemische Prozesse ablaufen.
Die Ursache der nachlassenden Kapazität sind kleinste Lithium-Ablagerungen, die beim Entladevorgang von der Anode abbrechen und die direkte Verbindung zur Anode verlieren. Dadurch sammelt sich in der Zelle immer mehr inaktives Lithium an, welches nicht länger für die elektrochemischen Vorgänge innerhalb der Zelle zur Verfügung steht.
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Akku-Alterung in Ladezyklen
Wie schnell der geschilderte Alterungsprozess abläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählt beispielsweise die Menge der bereits durchlaufenen Ladezyklen. Je häufiger ein Akku schon aufgeladen und entladen wurde, desto mehr inaktives Lithium sammelt sich in den Zellen.
Häufig geben Gerätehersteller daher eine Anzahl an Zyklen an, die der verbaute Akku üblicherweise übersteht, bevor er merklich an Kapazität verliert. Gemeint ist damit aber nicht etwa, wie häufig das Smartphone an ein Ladegerät angeschlossen wurde. Ein Zyklus ist vielmehr dann erreicht, wenn einmal die vollständige Akkukapazität an Energie nachgeladen wurde.
Hat ein Akku beispielsweise eine Kapazität von 5.000 Milliamperestunden (mAh), so bedeutet ein Zyklus, dass der Akku um insgesamt 5.000 mAh aufgeladen wurde. Ein Zyklus kann jedoch aus mehreren Ladevorgängen bestehen. Zwei Ladevorgänge, die den Akku jeweils um 50 Prozent (im Beispiel jeweils 2.500 mAh) nachladen, ergeben also ebenfalls nur einen Zyklus.
Gängig ist bei Smartphone-Akkus eine Lebensdauer von etwa 500 bis 1.500 Ladezyklen. Bei einer vollständigen Aufladung pro Tag entspricht dies einer Nutzungsdauer von etwa anderthalb bis vier Jahren.
Wie sich die Alterung beim Smartphone-Akku bremsen lässt
Es gibt jedoch noch andere wichtige Faktoren, die die Alterung von Akkus beeinflussen:
- Temperatur: Kälte bremst den Ionentransport innerhalb der Zellen, Hitze beschleunigt die Alterung. Beides wirkt sich negativ auf die Akkulaufzeit aus. Akkus, deren Temperatur zwischen 20 und 30 Grad Celsius gehalten wird, halten länger durch.
- Ladezustand: Besonders schnell altern die Zellen, wenn sie ganz voll oder ganz leer sind. Wer seinen Akku möglichst lange nutzen will, sollte die Ladung nach Möglichkeit immer zwischen etwa 40 und 85 Prozent halten.
- Lade- und Entladestrom: Ein Akku, der schnell entladen oder aufgeladen wird, entwickelt dabei viel Wärme. Bei der Entladung kommt häufig noch die Wärmeentwicklung durch andere Komponenten des Smartphones hinzu. Dadurch werden schnell Temperaturen von 40 Grad und mehr erreicht, die den Alterungsprozess des Akkus beschleunigen.
Wer sein Smartphone möglichst lange nutzen will, sollte also extreme Temperaturen, eine starke Belastung sowie ein vollständiges Auf- und Entladen des Akkus vermeiden.










