Smartphone-Betriebssystem
Samsung verteilt One UI 9: Diese Funktionen sind neu
17.09.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Samsung verteilt die neue Version seiner Bedienoberfläche. One UI 9 bringt KI-Funktionen für Videos und Chats sowie neue Warnungen zum Datenschutz.
Samsung hat mit der Verteilung von One UI 9 begonnen. Ab sofort erhalten zuerst Nutzer des Galaxy S26, des S26+ und des S26 Ultra die neue Version der Bedienoberfläche, die auf Android 17 basiert. Auf den faltbaren Smartphones Galaxy Z Fold 8, Fold 8 Ultra und Flip 8 sowie auf dem Galaxy S26 FE ist die Software bereits vorinstalliert. Einen konkreten Zeitplan für weitere Modelle nennt Samsung nicht.
Neu in One UI 9 ist die Funktion „Meine FanCam“. Diese soll in einem bereits aufgenommenen Video eine ausgewählte Person automatisch verfolgen und in der Bildmitte halten. Verändere sich die Szene, passe die Software den Ausschnitt an, erklärt Samsung. Aufnahmen etwa von Sportereignissen oder Schulaufführungen ließen sich so mit weniger Aufwand für soziale Netzwerke nachbearbeiten und zuschneiden.
Die tägliche Übersicht „Now Brief“ lässt sich in der neuen Oberfläche stärker anpassen, so Samsung. Nutzer können dort selbst Karten zusammenstellen, etwa zu Wetter, Wellness oder Videos. Zusätzlich blendet Samsung dort einen Sicherheitsüberblick namens „Security Brief“ ein, der vor Schadsoftware, Apps aus unbekannten Quellen und unnötigen Berechtigungen warnen soll.
Vorschläge direkt aus dem Chat
„Now Nudge“ schlägt je nach Bildschirminhalt einen passenden nächsten Schritt vor. Plant jemand per Textnachricht einen Restaurantbesuch, kann er laut Samsung Reservierungsdetails aufrufen oder den Ort direkt aus der Unterhaltung speichern. Die Funktion arbeitet mit Apps wie Samsung Messages, Google Messages und Google Chat zusammen. Das Bildprogramm „Creative Studio“ wertet anstehende Termine aus und regt zum Beispiel vor dem Geburtstag eines Freundes an, eine Grußkarte zu erstellen.

Auch mehrere Samsung-Apps hat der Hersteller überarbeitet. Im „Dolmetscher“ sollen sich frühere Gesprächsbeiträge schneller wiederfinden lassen, im Gesprächsmodus übersetze die App zudem zügiger. Der Dokumentenscanner soll gewölbte Buchseiten und umgeknickte Ecken besser erfassen. Die Diktiergerät-App gliedert Zusammenfassungen von Sprachaufnahmen nun mit Überschriften und Tabellen.
Warnung bei Zugriffen im Hintergrund
Eine weitere Neuerung sind Datenschutzwarnungen. Dabei prüft eine KI direkt auf dem Gerät, ob Apps im Hintergrund unnötig auf Berechtigungen zugreifen wollen. Samsung nennt als unterstützte Geräte neben den neuen Modellen auch ältere Smartphones ab dem Galaxy S23, die faltbaren Handys ab Fold 5 und Flip 5 sowie mehrere Tablets der Reihen Tab S9 bis Tab S11.
Im Einstellungsmenü bündelt der Bereich „Garantie und Care“ künftig den Kundendienst. Dort lassen sich der Garantiestatus verknüpfter Geräte prüfen, eine Selbstdiagnose starten und Reparaturtermine buchen.