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Home » Musks Pläne scheitern an Wasserknappheit
Digital

Musks Pläne scheitern an Wasserknappheit

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 17, 2026
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Besiedelung des Mondes

Musks Pläne könnten an Wasserknappheit scheitern


17.09.2026 – 15:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Stadt auf dem Mond: Die Pläne von privaten Raumfahrtunternehmen und Staaten reichen von einfachen Mondbasen bis zu Millionenmetropolen. (Quelle: KI-Bild)

Milliardäre wie Elon Musk und Jeff Bezos träumen von riesigen Städten auf dem Mond. Studienergebnisse zeigen nun, dass diese Pläne an einer entscheidenden Ressource scheitern könnten.

Eine langfristige Besiedelung des Mondes mit Millionen Menschen könnte an den begrenzten Wasservorräten dort scheitern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Smithsonian Astrophysical Observatory in den USA und des Space Research Centre der Durham University in Großbritannien.

Nach ihren Berechnungen könnte selbst unter günstigen Bedingungen maximal rund eine Million Menschen etwa ein Jahrhundert lang mit dem auf dem Mond vorhandenen Wasser versorgt werden.

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Dabei gehen die Wissenschaftler davon aus, dass nahezu das gesamte Eis in den dauerhaft schattigen Regionen an den Mondpolen zugänglich gemacht werden kann und das Wasser ähnlich effizient recycelt wird wie auf der Internationalen Raumstation (ISS). Dort wird eine Recyclingquote von 98 Prozent erreicht.

Wasser als begrenzender Faktor

Die Forscher nehmen an, dass in den sogenannten permanenten Schattenregionen an den Mondpolen rund eine Milliarde Tonnen Wasser in Form von Eis lagern. Das klingt zunächst nach einer gewaltigen Menge.

Bei einem angenommenen Verbrauch von 500 Tonnen pro Person und Jahr wird die Ressource jedoch schnell knapp. In die Berechnungen flossen das Wasser zum Trinken, für die Hygiene und für die Produktion von Lebensmitteln ein.

Anders als beim Wasser ist die Energieversorgung kein begrenzender Faktor. Solar- und Kernkraftwerke könnten nach Einschätzung der Forscher grundsätzlich genügend Energie für eine große Mondbevölkerung liefern. Das Problem ist vielmehr, dass sich Wasser nicht beliebig ersetzen lässt.

Auch Recycling hat Grenzen

Eine Möglichkeit, die vorhandenen Vorräte länger zu nutzen, wäre eine noch effizientere Wiederaufbereitung. Für die Versorgung von einer Million Menschen über einen Zeitraum von 1.000 Jahren müsste die Recyclingquote allerdings auf mehr als 99,75 Prozent steigen. Das liegt deutlich über dem Niveau heutiger Systeme.

SPACEX-STARSHIP/BOERSEVergrößern des Bildes
Starship: Mit diesem Raketensystem will SpaceX Menschen zum Mond fliegen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, zusätzliches Wasser zum Mond zu transportieren oder neue Vorkommen zu erschließen. Auch ein geringerer Verbrauch könnte die Reichweite der vorhandenen Vorräte erhöhen.

Maßnahmen wie eine stärker pflanzenbasierte Ernährung oder eine besonders effiziente Landwirtschaft könnten dabei helfen. Aber auch dadurch ließe sich das Problem bei Millionen Bewohnern nicht endgültig lösen.

Kleine Siedlungen sind realistischer

Die Studienergebnisse bedeuten nicht, dass eine dauerhafte Besiedelung des Mondes grundsätzlich unmöglich ist, wie die Forscher betonen. Für kleinere Siedlungen könnten die vorhandenen Wasservorkommen durchaus reichen.

Nach den Berechnungen der Forscher erscheinen langfristig Siedlungen mit einigen Zehntausend bis Hunderttausend realistischer als Millionenstädte. Für größere Bevölkerungen wären zusätzliche Wasserquellen, deutlich effizientere Recyclingverfahren oder regelmäßige Lieferungen von außerhalb des Mondes notwendig.

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