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Home » So schützen Sie sich Käufer vor Kleinanzeigen-Betrug
Digital

So schützen Sie sich Käufer vor Kleinanzeigen-Betrug

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 17, 2026
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Im Zweifel Abbruch

5 Tipps gegen Betrug: So wird aus Kleinanzeigen kein Fiasko

Aktualisiert am 16.09.2026 – 12:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Links oder QR-Codes zur vermeintlichen Zahlungsbestätigung oder angeblich fehlgeschlagene Zahlungen: Fallen Sie darauf im Kleinanzeigen-Kontext nicht herein. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa-bilder)

Kleinanzeigen sind beliebt, aber nicht ohne Risiko. Mit diesen fünf Käufer-Tipps von Polizei und Verbraucherschützern schlagen Sie Betrügern in den meisten Fällen die Tür vor der Nase zu.

Gebrauchtes gegen Geld, Schnäppchen statt teurer Neukauf: Diesen nachhaltigen Ansätzen folgend nutzen viele Verbraucher Kleinanzeigenportale, um gebrauchte Geräte, Kleidung oder Sonstiges zu verkaufen oder zu kaufen.

Doch auch wenn Privatleute und Händler auf den Plattformen überwiegend seriös und vertrauenswürdig sind, kann man immer wieder auf Betrüger stoßen. Die wollen arglosen Nutzern Geld oder persönliche Daten abjagen, warnen die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

Wenige Grundregeln beachten, Betrugsrisiko deutlich senken

Wer einige Grundregeln beachtet, könne das Risiko mit unseriösen Angeboten über den Tisch gezogen zu werden, aber schon deutlich reduzieren. 5 Tipps für Käufer:

1. Nicht weglocken lassen

Ausnahmslos und immer nur über den Chat der jeweiligen Plattform kommunizieren. Niemals von dort zu Kurznachrichten-, Messenger- oder E-Mail-Kommunikation wechseln. Auch nicht per Link oder QR-Code weglocken lassen, den das Gegenüber angeblich zur Zahlungsbestätigung oder angeblich wegen einer fehlgeschlagenen Bezahlung im Chat teilt – sie führen auf gefährliche Phishing-Seiten.

  • Stimme für „Klara“: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche auf WhatsApp
  • Phishing-Angriff: Vorsicht vor falschen Sparkassen-Mails

2. Sicher bezahlen übers Portal

Falls vorhanden, die plattformeigene Zahlungsfunktion prüfen. Die kostet womöglich eine kleine Gebühr, bietet aber eine sichere, treuhänderische Abwicklung.

3. Sicher bezahlen über andere Dienste

Auch Bezahldienste lassen sich sicher nutzen, wenn sie etwa einen Käuferschutz bieten und dieser auch wirklich zum Tragen kommt. Beispiel PayPal: Hier lassen sich Zahlungen gezielt absichern – aber nur, wenn für Einkäufe die Option „Waren und Dienstleistungen“ gewählt wird. Bei „Freunde und Familie“ entfällt der Käuferschutz.

4. Finger weg von Ausweiskopien

Manche Betrüger versuchen, Vertrauen zu schaffen, indem sie Kaufinteressenten Fotos von Ausweisdokumenten verschicken. Eine solche Kopie beweist jedoch nicht, dass die Person tatsächlich hinter dem Angebot steckt.

Denn die Kopie kann aus einem Identitätsdiebstahl stammen und missbräuchlich verwendet werden. Umgekehrt sollte man selbst auch keine Ausweiskopien versenden. Sonst zeigen Betrüger beim nächsten Mal vielleicht ein Bild von Ihrem Ausweis vor.

5. Gesundes Misstrauen bewahren

Käufer sollten sich immer die Zeit nehmen, Angebote kritisch zu prüfen und zu hinterfragen. Denn sicher ist etwa: Ist ein Angebot zu gut, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Und wenn der Verkäufer Zeitdruck aufbaut oder ungewöhnliche Zahlungsarten vorschlägt, lieber gleich abbrechen.

Ist das Kind in den Brunnen gefallen, schnell handeln

Wenn bereits Geld verloren gegangen ist oder Daten in falsche Hände geraten sind, gilt es schnell zu handeln. Angebotsseiten, Chats, E-Mails und Transaktionen sollten per Screenshot als Beweise gesichert werden. Nutzer sollten ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister kontaktieren und versuchen, Zahlungen rückgängig zu machen.

Zudem sollten Zugangsdaten und Passwörter, die preisgegeben wurden, sofort geändert werden. Anwender sollten auch Anzeige erstatten bei der Polizei; das geht auch online bei der Onlinewache des eigenen Bundeslandes („Portal.onlinewache.polizei.de“). Zu guter Letzt sollte unbedingt das betreffende Kleinanzeigenportal informiert und das betrügerische Profil gemeldet werden.

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