Russland startete in der Nacht zum Dienstag mehrere Drohnenangriffe auf die Ostukraine, nur wenige Stunden nach Ablauf eines dreitägigen Waffenstillstands.
Bei den Angriffen sei in der Region Dnipropetrowsk ein Mann getötet und mindestens vier verletzt worden, berichtete der Chef der regionalen Militärverwaltung Oleksandr Ganzha am Dienstag.
„Der Feind hat fünf Bezirke der Region mehr als 20 Mal mit Drohnen, Artillerie und Fliegerbomben angegriffen“, schrieb er auf Telegram.
Russische Streitkräfte hätten auch Kiew ins Visier genommen und ein 20-stöckiges Wohngebäude in der Hauptstadt angegriffen, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf örtliche Beamte.
Und auch die Region Fastiw in der Nähe von Kiew wurde zum Ziel russischer Angriffe. Ein Kindergarten, ein vierstöckiges Wohnhaus und zwei Privathäuser seien beschädigt worden, schrieb Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk auf Telegram.
Russland startete die Angriffe nur wenige Stunden nach dem Ende des von den USA vermittelten 72-Stunden-Waffenstillstands am Montag.
Präsident Donald Trump kündigte am Freitag an, dass am 9. Mai ein dreitägiger Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine beginnen werde.
Moskau und Kiew tauschten Vorwürfe wegen Verstößen aus, es wurden jedoch keine größeren Angriffe gemeldet, trotz anhaltender Drohnenaktivitäten und ziviler Opfer auf beiden Seiten.
Unterdessen sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kiew habe davon Abstand genommen, weitreichende Vergeltungsschläge durchzuführen, werde aber reagieren, wenn Russland nach dem vorübergehenden Waffenstillstand beschließe, zu einem umfassenden Krieg zurückzukehren.
„Die Ukraine hat als Reaktion auf das Ausbleiben massiver russischer Angriffe auf weitreichende Aktionen verzichtet“, sagte Selenskyj in einer Abendansprache am Sonntag.
„In Zukunft werden wir genauso spiegelbildlich reagieren. Und wenn die Russen sich entscheiden, zu einem umfassenden Krieg zurückzukehren, werden unsere Sanktionen dafür sofort spürbar sein.“










