Griechenland hat seinen neuen besonderen räumlichen Rahmen für den Tourismus vorgestellt, zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Zukunft des Landes und seine nachhaltige Entwicklung inmitten des Overtourism.
Die Minister für Tourismus, Olga Kefalogianni, und Minister für Umwelt und Energie, Stavros Papastavrou, sagten, dass das Ziel des räumlichen Rahmens darin bestehe, mit spezifischen Bedingungen besser zu organisieren, wo, wie und unter welchen Bedingungen touristische Aktivitäten entwickelt werden, verbunden mit einer Verlagerung der Entwicklung und Umleitung von Ressourcen und Investitionen in nicht gesättigte Gebiete.
Griechenland ist eine der stärksten Marken im weltweiten Tourismus. Die Zahl der Touristen, die das Land besuchen, steigt, was sowohl zu Phänomenen des Overtourism als auch zu der Notwendigkeit führt, die Infrastruktur, insbesondere auf den Inseln, zu verbessern.
„Der Schlüssel liegt im Übergang zu einem Entwicklungsmodell, das Qualität und Nachhaltigkeit vereint und dabei sowohl die natürliche Umwelt als auch die spezifischen Merkmale jeder Region respektiert“, heißt es in einer Erklärung.
Schluss mit unkontrollierter Entwicklung mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit
Ziel des neuen Rahmenwerks ist es, die ungeregelte Tourismusausweitung endgültig einzudämmen, indem klare Regeln festgelegt werden, wo, wie und unter welchen Bedingungen Investitionen getätigt werden können.
Die Strategie der Regierung legt den Schwerpunkt darauf, den Druck auf bereits überlastete Tourismusdestinationen zu verringern und gleichzeitig die Entwicklung neuer Gebiete mit Potenzial für eine nachhaltige Tourismusentwicklung zu fördern.
Die neue Kategorisierung des Landes
Zum ersten Mal wird Griechenland in fünf Hauptkategorien von Regionen unterteilt, abhängig von den geografischen Merkmalen und dem Grad des touristischen Drucks:
- Hochdruckgebiete: Wo strenge Beschränkungen eingeführt werden, um den Overtourism einzudämmen.
- Bereiche mit Raum für Wachstum: Es werden Anreize für Investitionen gegeben, die auf strengen Nachhaltigkeitskriterien basieren.
- Inselziele: Besonderes Augenmerk gilt den Inseln Griechenlands.
- Festland: Stärkung alternativer Tourismusformen.
- Sonderstatusbereiche: Besonderer Schutz für sensible Ökosysteme.
Beschränkung der Liegeflächen und Verstärkung des Küstenschutzes
Eine der wichtigsten Maßnahmen betrifft die Festlegung einer Höchstzahl an Touristenbetten auf Inseln, basierend auf der Größe und Tragfähigkeit der einzelnen Regionen.
Gleichzeitig ist ein vollständiger Schutz der Küstenzone in den ersten 25 Metern Entfernung von der Küste vorgesehen, wo keine Bebauung zulässig ist, außer für Projekte im öffentlichen Interesse.
Erhaltung des Natur- und Kulturerbes
Der Sonderraumordnungsplan sieht ergänzende Regelungen zum Schutz des Nationalen Schutzgebietssystems sowie zur Förderung und Erhaltung traditioneller und verlassener Siedlungen vor.
Gleichzeitig wird besonderer Wert auf die Erhaltung archäologischer Stätten, Denkmäler und historischer Stätten gelegt, damit die Entwicklung des Tourismus die kulturelle und historische Identität des Landes nicht beeinträchtigt.
Wie bei der Vorstellung des Plans hervorgehoben wurde, besteht das Hauptziel darin, ein Tourismusmodell einzuführen, das die natürlichen und kulturellen Ressourcen Griechenlands verantwortungsvoll nutzt und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung für die Zukunft gewährleistet.









