„Rotzfrech“

Sportboss attackiert Wahlsiegerin


23.09.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Elif Eralp: Die Politikerin feierte mit ihrer Partei einen großen Wahlerfolg in Berlin. (Quelle: IMAGO/imago)

Füchse-Chef Bob Hanning greift Berlins Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nach ihren Olympia-Aussagen frontal an. Er leitet daraus große Zweifel ab.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning hat die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nach deren Aussagen zur Olympia-Bewerbung scharf kritisiert. „Die ist noch gar nicht Regierende. Und dann ein solches Statement zu machen, ist unterirdisch. Das ist rotzfrech“, sagte Hanning der dpa. Eralp hatte die Bewerbung nach der Berliner Wahl als erledigt bezeichnet.

Nach dem Wahlerfolg ihrer Partei könnte Eralp Regierende Bürgermeisterin werden. Schon im Wahlkampf hatte sie die Olympia-Pläne kritisiert, nach der Wahl sagte sie, „dass sich die Entscheidung erledigt hat“. Zudem erklärte Eralp, ihrer Meinung nach hätten die Berliner auch gegen Olympia gestimmt.

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Hanning begründete seine Kritik auch mit einem aus seiner Sicht zurückgewiesenen Gesprächsangebot aus dem Kuratorium. „Wenn du sagst, du willst eine Gesellschaft vereinen und ein Kuratorium aus Berlins Mitte dich um ein Gespräch bittet und du dann so einen Schlag ins Gesicht entgegen spielst, dann ist das undemokratisch, unseriös und durch nichts zu rechtfertigen“, sagte er.

Entscheidung vom DOSB steht noch aus

Außerdem erklärte Hanning: „Der Auftritt der letzten zwei Tage lässt mich die Frage stellen, ob diese Frau ein solch tolles Bundesland überhaupt regieren darf.“

Berlin bewirbt sich für Olympische Spiele gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, neben München und der Rhein-Ruhr-Region. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will bei seiner Mitgliederversammlung am Samstag in Baden-Baden entscheiden. Berlin gilt dabei als Außenseiter.

„Ein Rückzug der Bewerbung wäre ratsam“

Tatsächlich kamen am Mittwoch sogar Berichte auf, wonach Berlin einen Rückzug aus dem Olympia-Rennen erwäge. Wie die „Bild“-Zeitung und die dpa übereinstimmend berichten, soll es bei einem bereits länger anberaumten Treffen zwischen Berlins aktuellem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, Sportsenatorin Iris Spranger und Berlins Olympia-Beauftragtem Kaweh Niroomand um dem Ablauf in den nächsten Tagen bis zur Entscheidung am Samstag gehen. Ein Rückzug der Berliner Bewerbung sei nicht ausgeschlossen.

Laut Hanning wäre das sogar die beste Entscheidung. „Ich bin nicht sicher, was passieren wird, aber ich habe eine klare Meinung. Ein Rückzug der Berliner Bewerbung wäre ratsam“, sagte er im Gespräch mit t-online.

„Es geht um Olympia und man muss das respektieren, was jetzt passiert ist“, so Hanning weiter. „Wir haben eine Verantwortung für Olympia und wenn ich die Entscheidung treffen würde, würde ich die beiden anderen Kandidaten gegeneinander antreten lassen. Ich kann nach den Aussagen Frau Eralps keinem Verband mit gutem Gewissen empfehlen Berlin zu wählen.“

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