Nahe Hamburg
An der „Beste“: Diese Robbe überrascht mit einem Besuch
30.01.2026 – 14:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer nicht gerade an der Küste ist, erlebt einen solchen Anblick höchst selten: Doch diese Robbe wagte sich ins Landesinnere.
Ihr Lebensraum sind die Küstenregionen: Hier tummeln sich Robben für gewöhnlich. Umso erstaunlicher war die Entdeckung einer Spaziergängerin in der Nähe von Grabau (Kreis Stormarn), wie die Polizeidirektion Ratzeburg mitteilt.
Die Frau sah eine Robbe an der „Beste“, einem kleinen Fluss in Stormarn. Sie vermutete, dass die Robbe möglicherweise eingeklemmt war, heißt es im Polizeibericht. Vor Ort entdeckten auch die Beamten den unerwarteten Gast. Das Tier konnte sich frei bewegen und machte einen gut genährten und gesunden Eindruck. Es gab keine Auffälligkeiten, es ging der Robbe offensichtlich gut. Ein verständigter Seehundbeauftragter hatte laut Polizei keine Bedenken, dass das Tier dort bleiben konnte. Und so bleibt der Polizei nur zu sagen: „Herzlich willkommen und Danke für deinen Besuch.“
Die „Beste“ mündet in Bad Oldesloe in die Trave und ist so mit der Ostsee verbunden. Grabau ist rund 50 Kilometer von Travemünde entfernt.
Nach Angaben aus der Seehundstation Friedrichskoog ist es nicht ungewöhnlich, dass Robben in Flüssen auch bis weit ins Landesinnere schwimmen. Solange es genug Nahrung gebe, sei das kein Problem. Menschen sollten 200 bis 300 Meter Abstand halten und sich entfernen, wenn sie eine Robbe oder einen Seehund entdecken. Hunde sollten angeleint sein.
Um zahlreiche Seehunde zu beobachten, empfiehlt der Nationalpark Wattenmeer übrigens eine Schifffahrt während des Niedrigwassers. Dabei steht das Wohl der Tiere an oberster Stelle: Die Boote sollten sich langsam und leise nähern sowie ausreichend Abstand halten, um die Störung minimal zu halten. Auf diese Weise bleiben die Seehunde oft entspannt und heben nicht einmal den Kopf, wenn die Schiffe an den Sandbänken vorbeiziehen.
