Extreme Temperaturen im Juni
Tausende Hitzetote in Deutschland
Aktualisiert am 09.07.2026 – 09:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Deutschland bereitet sich auf die nächste Hitzewelle vor. Zahlen zeigen das extreme Ausmaß der vergangenen Hitzewoche.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind durch die extreme Hitzephase im Juni rund 5.100 Menschen in Deutschland gestorben. Das geht aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervor.
Bereits am Dienstag hatte das Statistische Bundesamt vorläufig Zahlen zu den Todesfällen in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni veröffentlicht. Demnach starben in der Zeit 5.655 mehr Personen als im Mittel der vergangenen drei Jahre.
- Nach extremer Juni-Hitze: Neue Hitzewelle formiert sich im Süden
- Jetzt entscheidet sich der Sommer: Für wie lange kehrt die Hitze nach Deutschland zurück
Wie Sebastian Klüsener, Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, t-online mit Blick auf diese Zahlen erklärte, handelt es sich dabei vermutlich um einen Verschiebungseffekt. Dies bedeute, dass in der Hitzewoche vor allem Menschen gestorben seien, die der Tod ohnehin in den kommenden Wochen ereilt hätte.
In welchem Grad sich diese These bestätigt, werden die Sterbezahlen der ersten Juli-Wochen zeigen: Wenn es sich tatsächlich um einen Verschiebungseffekt handelt, wäre zu erwarten, dass die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum unter dem Mittelwert der vergangenen Jahre liegt.
Hitze in Deutschland: Nächster Temperaturanstieg in Sicht
Auch wenn sich der Extremsommer nach der Juni-Hitze eine Pause gegönnt hat, ziehen die Temperaturen zum Ende dieser Woche in weiten Teilen Deutschland wieder an. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, werden bereits am Freitag in der Südhälfte Deutschlands lokal 34 Grad erreicht. Am Sonntag sind laut den Meteorologen sogar 36 Grad möglich.
