Nach extremen Niedrigwasser
Kölner Rheinpegel steigt bis zum Wochenende um 30 Zentimeter
19.08.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rhein in Köln erholt sich nach Wochen des extremen Niedrigwassers etwas. Bis Samstag soll der Pegel um rund 30 Zentimeter zulegen.
Der Rheinpegel in Köln soll in den kommenden Tagen wieder deutlich steigen. Am Mittwochmorgen (19. August) liegt der Wasserstand bei rund 50 Zentimetern. Bis Samstag, 22. August, wird ein Anstieg auf etwa 80 Zentimeter erwartet. Damit würde der Pegel innerhalb weniger Tage um rund 30 Zentimeter zulegen.
Nach den aktuellen Vorhersagen bleibt der Wasserstand zunächst noch vergleichsweise niedrig. Für Donnerstag werden Werte zwischen etwa 49 und 56 Zentimetern erwartet.
Am Freitag soll der Rhein dann deutlicher steigen. Im Tagesverlauf wird ein Stand von knapp 60 bis rund 80 Zentimetern prognostiziert.
Rheinpegel in Köln: Vorläufiger Höchststand am Samstag erwartet
Für Samstag liegt die aktuelle Abschätzung bei zunächst etwa 80 Zentimetern. Im weiteren Tagesverlauf soll der Wasserstand langsam wieder sinken. Für Sonntag werden Werte von etwas mehr als 70 Zentimetern erwartet.
Die Prognose stammt von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Dabei handelt es sich teilweise um Abschätzungen, die sich noch verändern können.
Von Hochwasser ist Köln trotz des erwarteten Anstiegs weit entfernt. Trotz starker Regenfälle im Süden Deutschlands bleibt der Rhein auch bei einem Pegel von rund 80 Zentimetern auf einem niedrigen Niveau.
Niedrigwasser führte zuletzt zu erheblichen Problemen
Der erwartete Anstieg kommt nach Wochen mit außergewöhnlich niedrigen Wasserständen. Bereits Mitte Juli war der Kölner Rheinpegel unter die Marke von einem Meter gefallen. Ende Juli näherte sich der Wasserstand dann dem bisherigen Niedrigwasserrekord aus dem Jahr 2018.
Anfang August wurden mehrfach neue Tiefststände gemessen. In der Nacht zum 16. August sank der Pegel schließlich auf nur noch rund 45 Zentimeter.
Das extreme Niedrigwasser hatte spürbare Folgen für die Schifffahrt. Frachtschiffe konnten teilweise nur noch deutlich weniger Ladung transportieren, zeitweise waren nur noch wenige Schiffe auf dem Rhein unterwegs. Auch die Köln-Düsseldorfer musste mehrere touristische Fahrten absagen. Die Fähre „Krokodil“ stellte ihren Betrieb zeitweise ganz ein.
Auch wirtschaftlich machte sich das Niedrigwasser bemerkbar. Wegen eingeschränkter Transportmöglichkeiten auf dem Rhein wurde in Nordrhein-Westfalen unter anderem das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen vorübergehend gelockert.
