Legionär aus der Premier League
Abseits des Platzes ein Held: Janelt zum DFB-berufen
17.09.2026 – 14:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Kader von Jürgen Klopp finden sich einige überraschende Namen wieder. Einer von ihnen bewegt sich in der „stärksten Liga der Welt“.
Vitaly Janelt ist zum ersten Mal für die deutsche Nationalmannschaft nominiert worden. Nur wenige Fans werden wohl mit dem Namen etwas anfangen können. Denn in der Bundesliga hat Janelt noch nie gespielt. Der 28-jährige Mittelfeldmann kommt dafür bereits auf 165 Einsätze in der englischen Premier League, 134 davon absolvierte er von Beginn an. Janelt zählt beim FC Brentford zu den Leistungsträgern und soll nun auch Klopp und die deutschen Fans überzeugen.
Janelt kommt aus der Jugend von Hamburg. Über die Station Leipzig ging es 2017 leihweise zum VfL Bochum, ehe 2018 der feste Wechsel in den Ruhrpott folgte. Beim VfL sammelte der DFB-Neuling seine ersten Profiminuten in der 2. Bundesliga und bekam mit jeder Saison eine größere Rolle zugeschrieben. Brentford schlug 2020 zu und verpflichtete den U21-Europameister von 2021.
Mit Brentford stieg Janelt von der Championship in die Premier League auf, dabei stand der Deutsche in 41 Ligaspielen auf dem Platz. In den abgelaufenen Spielzeiten wurde Janelt nur von Verletzungen gebremst, ansonsten ist der zentrale Mittelfeldspieler unverzichtbar beim englischen Erstligisten.
Für Janelt stellt die Premier League „das Maß aller Dinge“ dar, wie er im Interview mit dem „Kicker“ 2023 erzählte. Brentford hat sich nach dem Aufstieg in der Liga etabliert und steht in dieser Saison nach vier Spieltagen noch ungeschlagen auf Platz sieben der Tabelle.
Janelts Teamkollege ebenfalls nominiert
Der Klub aus der Nähe Londons stellt derweil noch einen weiteren deutschen Nationalspieler. Kevin Schade wurde nach seiner Nicht-Nominierung im Sommer wieder vom Bundestrainer eingeladen.
Die beiden Vereinskollegen werden sich aber aller Voraussicht nach nicht über den Weg laufen bei der deutschen Nationalmannschaft. Beim neuartigen Konzept Klopps, zwei unterschiedliche Kader für die Länderspielpause zu nominieren, sind Janelt und Schade nicht im selben Aufgebot vertreten.
