Großer Überblick

Kik schließt 150 Filialen – diese Standorte sind betroffen


17.09.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 4 Min.

Kik-Filiale (Symbolbild): Der Textilhersteller schließt viele Standorte. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Dimitri Drofit/imago)

Kik verkleinert sein Filialnetz in Deutschland deutlich. Inzwischen sind mehr als 60 Standorte bekannt, die bereits geschlossen wurden oder noch aufgegeben werden sollen.

Der Textildiscounter Kik hat in Deutschland in diesem Jahr bereits zahlreiche Filialen geschlossen und will bis Jahresende insgesamt rund 150 Standorte aufgeben. Nach einer am Donnerstag aktualisierten Übersicht des „Münchner Merkur“ sind inzwischen mehr als 60 betroffene Standorte öffentlich bekannt, auch RTL trug Standorte von Kik zusammen. Eine vollständige Liste veröffentlicht das Unternehmen allerdings nicht; noch deutlich mehr Filialen dürften betroffen sein. Eine aktuelle Liste (Stand: 17. September) finden Sie weiter unten.

Neu hinzugekommen sind unter anderem Plauen in Sachsen und Bad Frankenhausen in Thüringen. Die Filiale in der Plauener Güterstraße bleibt demnach seit Donnerstag, 17. September, geschlossen. In Bad Frankenhausen läuft derzeit ein Räumungsverkauf. Zuletzt hatte Kik zudem das Aus für Standorte in Wutöschingen, Mengen, Pfullendorf, Forst und Dassel bestätigt.

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Kik will Filialnetz profitabler machen

Kik hatte bereits im Frühjahr angekündigt, 2026 rund 150 Geschäfte in Deutschland zu schließen und gleichzeitig etwa 15 neue Standorte zu eröffnen. Europaweit sind 300 Schließungen und 75 Neueröffnungen vorgesehen, womit die Zahl der Geschäfte unter dem Strich um rund 225 sinken soll. Ende des Jahres soll Kik in Deutschland noch rund 2.200 Filialen betreiben.

Als Grund nennt das Unternehmen eine Überprüfung seines Filialnetzes. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, sagte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel im März; teilweise lägen Geschäfte weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück“, sagte Kümmel.

Nach Angaben des Unternehmens sollen Beschäftigte geschlossener Standorte möglichst in anderen Filialen weiterbeschäftigt oder andere Lösungen gefunden werden. Kündigungen seien im Zuge des Filialabbaus nicht geplant, hatte Kümmel erklärt. Kik beschäftigt rund 32.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland.

Diese Kik-Filialen sind bislang betroffen

Die folgende Aufstellung enthält die derzeit öffentlich bekannten Standorte. In Berlin und Hamm sind jeweils zwei Filialen betroffen; eine vollständige Übersicht aller 150 geplanten Schließungen liegt indes nicht vor. Die folgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  1. Bopfingen – geschlossen im 1. Quartal
  2. Mengen – Schließung zum 16. Oktober
  3. Östringen – geschlossen im 1. Quartal
  4. Pfullendorf – Schließung im November
  5. Rottenburg – geschlossen zum 31. März
  6. Stuttgart – eine Filiale im 1. Quartal geschlossen
  7. Wutöschingen – Schließung zum 18. September
  1. Bad Windsheim – geschlossen
  2. Burgthann – geschlossen im 1. Quartal
  3. Freyung – geschlossen im 1. Quartal
  4. München-Aubing – geschlossen zum 12. September
  5. Peißenberg – geschlossen im 1. Quartal
  6. Schongau – geschlossen im Januar
  7. Schweinfurt – geschlossen zum 11. Februar
  8. Uffenheim – geschlossen zum 14. März
  9. Wunsiedel – geschlossen im 1. Quartal
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