Deutscher Tennisstar
Plötzlich schmeißt Zverev den Schläger weg
29.04.2026 – 03:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Der deutsche Tennisstar spielt erst ganz spät sein Achtelfinale in Madrid – und muss dann über die volle Distanz. Nach einem kleinen Wutausbruch holt er sich den Sieg.
Tennisstar Alexander Zverev hat in einer Nachschicht das Viertelfinale beim Masters-1000-Turnier in Madrid erreicht. Der 29-Jährige setzte sich im Achtelfinale gegen den Tschechien Jakub Mensik (20) mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:3 durch. Der Sieg des Weltranglistendritten stand aufgrund der späten Ansetzung und Spieldauer von 2:18 Stunden erst um 1:22 Uhr fest. „Ich bin definitiv glücklich mit dem Match und dem Sieg“, sagte Zverev.
Im Kampf ums Halbfinal-Ticket trifft der Weltranglistendritte auf den Italiener Flavio Cobolli, der Zverev im Halbfinale von München kürzlich besiegt hatte. Zverev steht zum sechsten Mal beim Sandplatzturnier der spanischen Hauptstadt in der Runde der besten Acht.
Bayern-Fan Zverev hatte gehofft, dass sich das im Stadion Manolo Santana vor ihm angesetzte Frauen-Match zwischen Aryna Sabalenka und Hailey Baptiste in die Länge zieht, damit er womöglich doch noch etwas vom Champions-League-Kracher der Münchner bei Paris St. Germain mitbekommen könne. Die Weltranglistenerste Sabalenka aus Belarus und die US-Amerikanerin taten ihm den Gefallen, erst nach 2:30 Stunden stand Baptistes Überraschungssieg nach drei Sätzen fest.
Danach durfte Zverev auf den Platz – und überzeugte im ersten Satz komplett. Doch im zweiten Durchgang war Mensik der etwas bessere Spieler, Zverev dagegen streute vermehrt Fehler ein. Beim Stand von 1:2 im dritten Satz feuerte Zverev aus Frust seinen Schläger zu Boden, kurz darauf musste er sich mit dem Handtuch Sand aus den Augen wischen. Doch Zverev kämpfte und holte sich schließlich mit dem ersten Matchball den Sieg.
Körperliche Einschränkungen waren Zverev zumindest äußerlich nicht anzumerken. Tags zuvor hatte der Olympiasieger von 2021 nach dem gewonnenen Match gegen den Franzosen Terence Atmane über physische Probleme im zweiten Satz berichtet, ohne diese konkret zu benennen.
Zverev ist neben dem italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner der größte Titelkandidat beim mit rund 8,2 Millionen US-Dollar dotierten Turnier, das als Fingerzeig für den Sandplatz-Klassiker French Open ab dem 24. Mai gilt.










