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Home » Ölpreis steigt trotz verlängerter Waffenruhe – Wall Street gibt nach
Wirtschaft

Ölpreis steigt trotz verlängerter Waffenruhe – Wall Street gibt nach

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 22, 2026
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Ölpreis steigt trotz verlängerter Waffenruhe – Wall Street gibt nach

Verlängerte Waffenruhe

Ölpreis steigt – Anleger an den Börsen bezweifeln Friedensdeal


Aktualisiert am 22.04.2026 – 03:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Ölpreis steigt erneut deutlich. (Archivbild) (Quelle: Nic Coury/AP/dpa/dpa-bilder)

Die Waffenruhe mit dem Iran soll laut US-Präsident Trump verlängert werden. Am Ölmarkt sorgt das kaum für Entspannung.

Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Anschließend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar. Im Vergleich zum Vortag entspricht das einem Plus von knapp vier Prozent. Der Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus.

Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können – trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet.

Auch die Wall Street gab am Dienstag nach. Erneute Sorgen über die Entwicklung im Iran-Krieg überwogen den anfänglichen Optimismus der Anleger über eine Reihe starker Unternehmensbilanzen.

Alle drei großen Indizes schlossen am Ende 0,6 Prozent schwächer. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand damit bei 49.149 Zählern, der breiter gefasste S&P 500 bei 7064 Zählern und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 24.260 Stellen.

Die Aktienmärkte weiteten ihre Verluste im späten Handel aus, nachdem Berichte aufkamen, wonach US-Vizepräsident JD Vance seine Reise zu Friedensgesprächen nach Pakistan abgesagt hat. Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump noch gesagt, Vance werde binnen weniger Stunden in Pakistan sein. Die Börsen hatten in den vergangenen Wochen in der Hoffnung auf ein baldiges Friedensabkommen zugelegt.

„Der unberechenbare Faktor ist in der Tat, was mit dem Iran passiert“, sagte Thomas Martin, Portfoliomanager bei Globalt Investments. Niemand wisse dies, und es sei verblüffend, dass die Menschen glaubten, alles werde gut gehen.

Zuvor hatten robuste Konjunkturdaten und die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) die Kurse zeitweise gestützt. Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im März um 1,7 Prozent und damit so stark wie seit März 2025 nicht mehr. Volkswirte hatten mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet.

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