Iran-Krieg verunsichert Märkte
Ölpreis schnellt hoch – Straße von Hormus wieder gesperrt
Aktualisiert am 20.04.2026 – 02:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise wieder in die Höhe – um mehr als sieben Prozent.
Die erneute Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat am Montag die Finanzmärkte verunsichert. Der Ölpreis schnellte in die Höhe, während Aktienfutures nachgaben und der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt war.
Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich im frühen asiatischen Handel um rund sieben Prozent auf 96,85 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg um 7,24 Prozent auf 89,92 Dollar. Die Futures auf den S&P 500 fielen um etwa 0,9 Prozent. Hintergrund sind Berichte über die erneute Schließung der Straße von Hormus und die Ankündigung des Iran, neue Friedensgespräche mit den USA abzulehnen. Die USA und der Iran werfen einander vor, durch Angriffe auf Schiffe gegen eine Waffenruhe verstoßen zu haben.
Damit kehrte sich die optimistische Stimmung vom Freitag um. Am Freitag hatte die Ankündigung des Iran, die seit sieben Wochen geschlossene Straße von Hormus wieder zu öffnen, die Ölpreise einbrechen und die Aktienmärkte zulegen lassen. An der Wall Street erreichten die Indizes Rekordhochs. „Die Entwicklungen vom Wochenende könnten diesen Optimismus dämpfen“, schrieben Analysten von Westpac in einem Kommentar.
Trotz der schlechten Nachrichten sei der Markt noch nicht in Panik, sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Er gehe davon aus, dass ein Großteil der Gewinne vom Freitag wieder abgegeben werde. Der Markt habe sich da etwas zu weit vorgewagt. Sollte jedoch feststehen, dass der Iran nicht an den Gesprächen teilnimmt, würden die Anleger deutlich risikoscheuer reagieren.
Der Dollar-Index, der den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, stieg um bis zu 0,3 Prozent auf 98,485 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit einer Woche. Der Euro fiel um 0,3 Prozent auf 1,1731 Dollar. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Dollar um 0,2 Prozent auf 158,945 Yen zu. Auch der australische Dollar und der neuseeländische Dollar gaben nach. Kryptowährungen wie Bitcoin verzeichneten ebenfalls Verluste.
