Es wird teurer
Nürnberg erhöht Straßenreinigungsgebühren
05.10.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.
In Nürnberg steigen die Straßenreinigungsgebühren ab 2027. Der Stadtrat hat neue Sätze beschlossen. Was die Kosten höher macht.
Saubere Straßen kosten in Nürnberg künftig mehr. Zum 1. Januar 2027 steigen die Straßenreinigungsgebühren spürbar, der Stadtrat hat die neuen Sätze am Mittwoch, 30. September, beschlossen.
In der Reinigungsklasse A klettert der Satz von 13 auf 16,55 Euro je Meter Straßenfrontlänge, ein Plus von 27,3 Prozent. In Klasse B steigt er von 4,46 auf 5,57 Euro, also um 24,9 Prozent. Abgerechnet wird als Jahresgebühr in vier Raten. Für ein Grundstück mit 20 Metern Straßenfront bedeutet das in Klasse A: 331 Euro im Jahr statt bisher 260.
Warum es teurer wird
Der alte Kalkulationszeitraum lief von 2023 bis 2026 und endet damit. Die neue Berechnung nun wird bis 2030 gelten.
Neu ist ein weiterer Posten: Erstmals fließt die Leerung der rund 3.300 öffentlichen Papierkörbe in die Gebühr ein. Die komplette Rechnung tragen die Anlieger aber nicht – die Stadt übernimmt weiter einen Eigenanteil von zehn Prozent. Dazu kommen gestiegene Personal- und Sachkosten sowie höhere Ausgaben für Energie und Kraftstoff.
Unterschiedliches System je nach Wohnort
Fällig wird die Gebühr nur in den Zwangsreinigungsgebieten. Im Gebiet A reinigt Sör (Servicebetrieb Öffentlicher Raum) Fahrbahnen, Gehwege und Plätze, die Anlieger sind dafür von der Reinigungspflicht befreit. Im Gebiet B übernimmt Sör die maschinelle Fahrbahnreinigung – für den Gehweg bleiben unter anderem die Anlieger zuständig. Außerhalb dieser Gebiete fällt keine Gebühr an, dort muss jeder selbst kehren.
Rund 200 Sör-Beschäftigte reinigen in Nürnberg etwa 1.300 Kilometer Straßen und Gehwege, teils mehrmals pro Woche. Dabei kommen jährlich rund 7.500 Tonnen Abfall zusammen.
