Ermittlungen in Berlin

Brand beschädigt Stromkabel – Polizei prüft Anschlag

05.10.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Feuerwehr (Symbolbild): Ein Brand hat eine Kabelbrücke in Marzahn beschädigt. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Nach dem Brand unter einer Kabelbrücke im Stadtteil Marzahn laufen Ermittlungen wegen möglicher Brandstiftung. Die Polizei prüft, ob ein gezielter Angriff vorliegt.

Ein Feuer unter einer Kabelbrücke an der Boxberger Straße in Berlin-Marzahn hat Stromkabel beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und sichert vor Ort Spuren, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ob es sich um einen gezielten Angriff handele, sei Teil der Ermittlungen.

Die Feuerwehr war gegen 4 Uhr am Morgen informiert worden und ging zunächst von einem kleinen Einsatz aus, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Unter einer Brücke an der Boxberger Straße brannten nach seinen Angaben Altreifen und Gerümpel. Diese sollen Unbekannte laut Polizei unter die dort verlegten Stromkabel gelegt haben. Durch das Feuer wurde die Ummantelung der Stromkabel beschädigt. Zu einem großflächigen Stromausfall kam es laut Feuerwehrsprecher nicht.

19 Gewerbe seit dem Morgen mit Notstromaggregat versorgt

Nach Angaben des Sprechers von Stromnetz Berlin, Henrik Beuster, mussten 19 Gewerbebetriebe vorübergehend vom Stromnetz getrennt werden. „Sie werden seit etwa 9 Uhr aber wieder über ein Notstromaggregat versorgt“, erklärte Beuster. Infolge des Brandes seien nach seinen Angaben zwei 110.000-Volt-Hochspannungskabel sowie mehrere Mittelspannungsleitungen mit 10.000 Volt beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten seien im Gange, so der Sprecher.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vermutet einen gezielten Angriff auf die Infrastruktur. „Die Ermittlungen zur schweren Brandstiftung laufen ergebnisoffen in alle Richtungen, aber wer bei mehreren angezündeten Reifen unter einer Kabelbrücke von einem Zufall ausgeht, glaubt auch an den Weihnachtsmann“, erklärte der Berliner GdP-Sprecher Benjamin Jendro.

In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Anschlägen auf Stromtrassen in Berlin. Diese führten teils zu großen Stromausfällen und wurden linksextremistischen Tätergruppen zugerechnet. Dabei handelte es sich um professionell durchgeführte Anschläge.

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