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Home » Neuer Satellit beobachtet gefährliche Sonnenwinde
Digital

Neuer Satellit beobachtet gefährliche Sonnenwinde

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 19, 2026
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Neuer Satellit beobachtet gefährliche Sonnenwinde

Blackout-Gefahr

Satellit beobachtet gefährliche Sonnenwinde – das sollten Sie wissen

Aktualisiert am 19.05.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

„Smile“: Der Satellit soll die Sonnenwinde und ihre Auswirkungen auf das Magnetfeld der Erde erforschen. (Quelle: ESA / ATG medialab)

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Gemeinsam mit China schickt Europa „Smile“ ins All: Der Satellit soll neue Erkenntnisse zu Sonnenstürmen, Polarlichtern und dem unsichtbaren Schutzschild der Erde liefern.

Wie genau reagiert das magnetische Schutzschild der Erde auf Weltraumwetter? Um diese Frage zu beantworten, schickt die europäische Raumfahrtagentur Esa die „Smile“-Mission ins All. Der Satellit hob am frühen Morgen an Bord einer Vega-C-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab.

„Smile“ soll sowohl Sonnenwinde und energiereiche Ausbrüche der Sonne abbilden als auch die Reaktion des dynamischen Schutzschildes der Erde. Unter anderem sind Deutschland, Österreich, die Schweiz und China an dem Projekt beteiligt.

  • Blackout-Gefahr: Sonnenstürme bedrohen die Erde
  • „Worst-Case-Szenario“: Forscher finden Hinweise auf extremen Sonnensturm

Instrumente zu Polarlichtern, Magnetfeld und Sonnenwind

Die Mission soll das Verständnis über den Schutzschild verbessern und erstmals Position, Form und Ausdehnung der Magnetosphäre als Ganzes darstellen. Auch darüber, wie Sonnenwinde Polarlichter und Stürme auslösen, erhoffen sich Forscherinnen und Forscher ein umfassendes Bild.

„Smile“ hat insgesamt vier Instrumente an Bord. Mit einer Röntgenkamera soll die sonst nicht sichtbare Magnetosphäre abgebildet werden. Eine Ultraviolettkamera kann mehr als drei Tage am Stück Polarlichter erfassen. Ein Magnetometer zeichnet das Magnetfeld auf und ein Ionenspektrometer nimmt die Energie und Einfallsrichtung von Sonnenwind-Partikeln auf.

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Langer Weg bis zum Zielorbit

Die Rakete bringt den Flugkörper zunächst einmal in eine erdnahe Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 700 Kilometern. Durch mehrere Schübe soll der Satellit dann schließlich in seinen Zielorbit kommen: eine elliptische Umlaufbahn, die zwischen 5.000 und 121.000 Kilometer von der Erde entfernt ist. Bis erste wissenschaftliche Daten der dreijährigen Mission verfügbar sind, dürfte es mehrere Monate dauern.

Sonnenstürme können das Erdmagnetfeld der Erde empfindlich beeinträchtigen, weshalb Forscher schon lange vor den Folgen warnen. Die Folge wären Störungen und Ausfälle von GPS-Signalen, Mobilfunkverbindungen und Blackouts. Bei einem großflächigen Stromausfall in Spanien und Portugal Ende April 2025 wurde zunächst ein Sonnensturm als Auslöser vermutet.

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