Darum ist der Transfer noch nicht offiziell

t-online fragte am Tegernsee bei Sportvorstand Max Eberl nach, warum das so ist. „Dieses Konstrukt mit den Gambinos ist nicht ganz so einfach, deswegen müssen einfach Dinge geklärt werden“, antwortete Eberl. Gambinos Stars Africa, wo Ndiaye entdeckt wurde, ist eine Fußballakademie aus Gambia, die seit dem Jahr 2023 mit Red & Gold Football kooperiert, einem gemeinsamen Projekt des FC Bayern mit dem Los Angeles FC.

„Er ist aber hier, er hat die Erlaubnis, dass er hier dabei sein und die Asientour mitmachen kann.“ Dementsprechend gebe es „klare Signale dahin, aber es muss halt noch alles vertraglich abgesichert werden“.

Bayern-Trainer Kompany (l.) in der vergangenen Saison mit Bara Sapoko Ndiaye: Der Belgier hält viel von dem 18-Jährigen. (Quelle: IMAGO/Jürgen Kessler/imago-images-bilder)

Erst wenn auch das der Fall sei, „dann können wir es auch offiziell machen“, so Eberl. Der Sportvorstand betonte noch einmal: „Wir haben Noël Aséko verkauft, haben dafür jetzt einen Kaderplatz frei, den soll Bara bekommen.“ Aséko war für rund zwölf Millionen Euro nach Frankfurt gewechselt und wäre ein potenzieller Konkurrent für den Senegalesen gewesen.

Rasanter Aufstieg vom No-Name zum WM-Teilnehmer

Die Ablöse für Bara Sapoko Ndiaye soll dem Vernehmen nach bei rund vier Millionen Euro liegen. Das entspricht auch seinem aktuellen Marktwert, der seit Beginn des Jahres von damals gerade einmal 300.000 Euro in die Höhe geschossen ist.

Das ist ein Beleg in Zahlen für die rasante Entwicklung, die Ndiaye in der vergangenen Rückrunde genommen hat. Weil er als Nicht-EU-Ausländer für die Nachwuchsteams nicht spielberechtigt war, durfte er nur bei den Profis eingesetzt werden. Was anfangs wie eine Verlegenheitslösung wirkte, entpuppte sich für die Bayern im Nachhinein zu einem echten Glücksgriff.

Bara Sapoko Ndiaye: Der Senegalese kam bei der WM im Sechzehntelfinale gegen die Schweiz zum Einsatz. (Quelle: IMAGO/Steve Faber/imago)

Denn Chefcoach Vincent Kompany fand schnell Gefallen an dem Toptalent, das mit starken Leistungen im Profi-Training überzeugte. Kompany belohnte das und verhalf Ndiaye am 11. April beim 5:0 gegen den FC St. Pauli zu seinem Profidebüt. In der Endphase der Saison kam Ndiaye zu drei weiteren Einsätzen – zweimal sogar von Beginn an.

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