Sprechchöre gegen Neuer
Ausgepfiffen und beleidigt: Bayern-Boss schimpft über Fans
06.09.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Manuel Neuer reagiert mit einem Schmunzeln auf das Aufeinandertreffen mit den Schalke-Fans. Max Eberl dagegen schimpft über die Anhänger.
Kaum hatte er den Platz betreten, wurde es laut. Bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wurde Manuel Neuer auf Schalke alles andere als mit offenen Armen empfangen. Die Heimfans pfiffen den Torwart des FC Bayern, der den Platz in der Veltins-Arena gerade zum Warmmachen betrat, gnadenlos aus. „Wir sind Schalker und du nicht“, hallte es zudem am Samstagabend durch das Stadion.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ordnete die Szene bei Pay-TV-Sender Sky ein: „Sie stehen hinter ihrer Mannschaft. Die Vergangenheit, die zählt wenig“, sagte er. Neuer wurde in Gelsenkirchen geboren und durchlief die Jugend des FC Schalke, ehe er sich als Profi etablierte. 2011 verließ er die „Königsblauen“ in Richtung FC Bayern.
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Das anschließende 0:0 zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem Aufsteiger am zweiten Spieltag der Bundesliga wird vermutlich Neuers letztes Spiel in der Veltins-Arena gewesen sein. Auch deshalb hatte sich Matthäus eine andere Reaktion der Fans gewünscht. „Eigentlich sollten sie Manuel Neuer mit Applaus empfangen, gerade in seinem letzten Bundesliga-Jahr“, sagte er.
Schalke-Legende Olaf Thun hatte sich im Vorfeld ebenfalls für einen versöhnlichen Umgang mit Neuer ausgesprochen. „Ich hoffe, weil er bei uns ausgebildet und Nationalspieler wurde, dass er nicht ausgebuht wird, sondern dass man seine Leistung als weltbester Torwart respektiert und akzeptiert.“ Doch es kam anders.
„Hurensohn“-Sprechchöre ärgern Eberl – so reagiert Neuer
Neuer wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Max Eberl stieß die Art und Weise bitter auf. „Sie sollten stolz sein, dass sie so einen großartigen Jungen in ihrer Knappenschmiede ausgebildet haben, der dann Schritte in den Weltfußball getan hat und Welttorhüter sowie Weltmeister geworden ist.“ Eberl blickte auch auf die Sprechchöre zurück, die unter anderem das Wort „Hurensohn“ enthielten: „Dann gehören sich solche Kraftausdrücke nicht. Man kann pfeifen, weil man gegen Bayern ist, aber diese Ausdrücke braucht es nicht.“
