„Das macht etwas mit dir“

Deutscher Wintersport-Star dachte offenbar ans Aufhören


20.04.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Nathalie Armbruster: Die deutsche Kombiniererin zählt zu den besten Athletinnen ihres Fachs. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler)

Nathalie Armbruster zählt zur Weltspitze in der Nordischen Kombination. Trotz ihrer erst 20 Jahre deutete sie jetzt an, ein Karriereende erwägt zu haben.

Sieben Podestplätze, Rang vier im Gesamtweltcup, eine Einladung ins „Aktuelle Sportstudio“ im ZDF: Nathalie Armbruster hat in dieser Saison auf sich aufmerksam gemacht – und dennoch an ein Karriereende gedacht. Zumindest deutete das die Nordische Kombiniererin in einem Instagram-Post an. Grund dafür war eine Disqualifikation beim Weltcup im estnischen Otepää Mitte Januar.

In ihrem Saisonfazit schrieb Armbruster: „Am ersten Tag wurde ich Dritte und am letzten Tag wurde ich disqualifiziert. Ich kann euch sagen, ich habe wirklich darüber nachgedacht, alles zu beenden. Wenn all die Regeln, an die man geglaubt hat, so wie sie niedergeschrieben sind, durch eine einzige Entscheidung zunichtegemacht werden, dann macht das etwas mit dir.“

Das enttäuschende Ergebnis in Estland war nicht der einzige Dämpfer. Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo durfte Armbruster nicht an den Start gehen. Denn die Nordische Kombination gibt es dort nur für die Männer. Der Grund: Das IOC bemängelt eine zu geringe weltweite Leistungsdichte und zu wenige teilnehmende Nationen.

Im Februar hatte sie deshalb auf Instagram geschrieben: „Niemandem sollte die Möglichkeit verwehrt werden, seine Träume zu leben – nur weil man eine Frau ist. Und doch stehen wir hier: die Frauen der Nordischen Kombination 2026 am Rand und schauen zu, wie die Männer bei den Olympischen Spielen antreten, während wir nicht teilnehmen dürfen.“

Trotz der Rückschläge beendet Armbruster die Saison auch mit positiven Gedanken. Sie selbst sprach von einer Wintersport-Saison als „Achterbahnfahrt“ und fügte an: „Ich bin dankbar für so viele unvergessliche Erinnerungen und Momente und stolz darauf, nach diesen Erfahrungen, auf die ich gerne verzichtet hätte, eine stärkere Version meiner selbst zu sein.“

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