Nahost-Konflikt
Experte: Preise für Flugtickets werden steigen
03.03.2026 – 15:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Autofahrer und Heizölkäufer müssen bereits stark gestiegene Öl- und Spritpreise hinnehmen. Wann kommen die Auswirkungen der Nahost-Krise bei Urlaubern an?
Der Krieg im Nahen Osten ist erst vier Tage alt, lässt aber Öl-, Gas- und Benzinpreise schon in die Höhe schnellen. Auch die höheren Kosten für Flugtickets und in der Folge Urlaubsreisen werden nicht lange auf sich warten lassen. „Steigen die Öl- und damit die Kerosinpreise dauerhaft, ist mittelfristig damit zu rechnen, dass Airlines diese Mehrkosten zumindest teilweise über höhere Ticketpreise weitergeben“, sagte Sven Maertens, Institutsdirektor am Institut für Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg t-online.
Seiner Aussage nach hängt die Entwicklung kurzfristig jedoch stark von der jeweiligen Absicherungsstrategie der Fluggesellschaften sowie von Angebot und Nachfrage auf einzelnen Strecken ab. „Angesichts der aktuell sehr dynamischen Lage wäre eine konkrete Prognose zu Zeitpunkt und Höhe möglicher Preisanpassungen spekulativ“, so der Luftfahrtexperte.
Bei Autofahrern sind die Auswirkungen des Krieges im Iran schon angekommen. Super E10 war am Montag mit 1,839 Euro pro Liter um 6,1 Cent teurer als am Freitag, dem letzten Tag vor der Eskalation im Nahen Osten. Im Verlauf des Mittwochs dürfte der Spritpreis noch einmal um einige Cent steigen, sagte ein Sprecher des Automobilklubs ADAC.
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Heizöl. Die Seite Heizoel24 gab den Preis für 100 Liter am Morgen mit knapp 123 Euro an. Das waren noch einmal gut vier Euro mehr als am Montag. Noch am Freitag hatte der Preis bei unter 100 Euro gelegen.
Hintergrund des weiteren Anstiegs an den Tankstellen und beim Heizöl dürfte der Ölpreis sein, der weiter zulegte. Er ist, in Kombination mit dem Dollarkurs, typischerweise der wichtigste Treiber für Veränderungen bei Sprit und Heizöl. Die Eskalation des Konflikts treibt den Ölpreis unter anderem auch deswegen nach oben, weil der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf.











