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Home » Mutmaßliche Unterstützer rechter Terrorgruppe in U-Haft
Politik

Mutmaßliche Unterstützer rechter Terrorgruppe in U-Haft

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 26, 2026
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Mutmaßliche Unterstützer rechter Terrorgruppe in U-Haft

Bundesanwaltschaft

Mutmaßliche Unterstützer rechter Terrorgruppe in U-Haft

Aktualisiert am 26.06.2026 – 11:24 UhrLesedauer: 2 Min.

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Zwei mutmaßliche Unterstützer einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung sind im Visier der Bundesanwaltschaft. (Archivbild) (Quelle: Christoph Schmidt/dpa/dpa-bilder)

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Zwei Verdächtige werden nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hat eine lange Liste an Vorwürfen.

Nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im vergangenen Jahr hat die Bundesanwaltschaft zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe „Letzte Verteidigungswelle“ festnehmen lassen. Die Karlsruher Behörde wirft den Deutschen außerdem versuchten Mord, versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und versuchte schwere Brandstiftung in Mittäterschaft vor. Sie wurden in Thüringen gefasst, wie es in einer Mitteilung heißt. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Kein Feuer ausgebrochen

Sie sollen Anfang Januar 2025 mit Komplizen versucht haben, am frühen Morgen die bewohnte Asylbewerberunterkunft in Schmölln im thüringischen Landkreis Altenburger Land in Brand zu setzen. „Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen“, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen.

Die Beschuldigten sind den Angaben nach dringend verdächtig, als Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Beamte des Bundeskriminalamts hätten sie mit Unterstützung von Thüringer Polizeikräften am Mittwoch und Donnerstag im Landkreis Altenburger Land und in Gera festgenommen. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe Haftbefehle in Vollzug gesetzt.

Gewalttaten gegen Migranten und politische Gegner

Die „Letzte Verteidigungswelle“ steht schon länger im Visier der Bundesanwaltschaft. Im Mai 2025 hatten Deutschlands oberste Strafverfolger zunächst fünf mutmaßliche Anhänger der Gruppe festgenommen, die damals zwischen 14 und 21 Jahre alt waren. Drei weitere Verdächtige saßen zu dem Zeitpunkt schon in Untersuchungshaft. Alle acht stehen mittlerweile am Oberlandesgericht in Hamburg vor Gericht. Mitte März war die Bundesanwaltschaft dann erneut mit einer bundesweiten Razzia gegen die Gruppe vorgegangen.

Die „Letzte Verteidigungswelle“ versteht sich laut Bundesanwaltschaft als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“. Ihr Ziel sei es gewesen, durch Gewalttaten vor allem gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems der Bundesrepublik herbeizuführen. Dazu zählten insbesondere Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen.

Die Mitglieder planten, „einen Rassenkrieg auszulösen, bei dem zum Erhalt der „weißen Rasse“ eine Gewaltspirale von Reaktion und Gegenreaktion in Gang gesetzt werden sollte, um im Ergebnis die liberale Demokratie zu beseitigen“, heißt es in einem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom Juli 2025. In sozialen Medien sollen sie rassistische und antisemitische Nachrichten gepostet und das „Dritte Reich“ und den Nationalsozialismus glorifiziert haben.

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