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Home » Micron ist neuer Börsenliebling: Gigantische Margen bei Chiphersteller
Wirtschaft

Micron ist neuer Börsenliebling: Gigantische Margen bei Chiphersteller

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 28, 2026
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Micron ist neuer Börsenliebling: Gigantische Margen bei Chiphersteller

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Google, Meta oder Tesla kommen 2026 als Langweiler-Aktien daher. Um sexy zu sein, braucht es Chips mit gigantischen Margen – die momentan teuerste Droge der Welt.

Es gibt weltweit Firmen, deren Bruttomargen sind gigantisch und das aus unterschiedlichen Gründen. Novo Nordisk konnte lange Jahre aufgrund seiner Marktposition hohe Margen ausspielen, Hermes im Luxusgüterbereich kam 2025 auf rund 70 Prozent Bruttomarge dank seiner starken Marke und im Software-Sektor sind solche Zahlen bei Adobe normal.

2026 ist der Chip-Superzyklus so weit, dass der US-Hersteller Micron Technology es schafft, eine Bruttomarge von 86 Prozent zu erreichen. „Auch bei Samsung läuft es ähnlich gut, sodass wenig verwunderlich ist, dass mit den Kurssprüngen an der Börse in Seoul die Koreaner mittlerweile Tesla und Meta bei der Marktkapitalisierung überholt haben“, so die Experten vom Lynx-Broker. Micron, SK oder Infineon und SanDisk wiederum dominieren die Kurslisten an Börsenplätzen wie Gettex und wurden in den vergangenen Wochen nur kurzzeitig durch die Schockmeldungen bei Rheinmetall von den Top-Plätzen verdrängt. Alle Welt redet über Chips.

Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen.
Daniel Saurenz von Feingold Research begleitet Sie als Experte durch das Börsengeschehen. (Quelle: Goldlicht Fotografie)

Zur Person

Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf www.feingoldresearch.de und auf www.instagram.com/saurenz_finance
Alle Gastbeiträge von Daniel Saurenz lesen Sie hier.

DAX spielt mit

Während der Gesamtmarkt also auf Richtungssuche ist, spielt die Musik nach wie vor bei den Halbleiter- und Chipwerten. Unter den DAX-Titeln nimmt Infineon das jüngste Hoch ins Visier und marschiert in Richtung der 100-Euro-Marke. In der zweiten Reihe stehen Elmos Semiconductor, der Branchenzulieferer Suss MicroTec, Aixtron und Siltronic im Fokus. Elmos, Siltronic und Suss sind seit einigen Tagen auch im MDAX vertreten, da die jüngsten Indexänderungen wirksam werden. Der Index der mittelgroßen Werte wird damit ein gutes Stück technologielastiger.

HBM – Place to be

Die Triebkraft hinter jeder KI und damit auch Micron sind nicht nur die Prozessoren, sondern auch riesige Mengen an ultraschnellem Speicher. High Bandwidth Memory, kurz HBM, ist derzeit das dominierende Trendthema der Branche. HBM-Speicher sind für die Hersteller deutlich profitabler als klassischer DRAM-Speicher und genau dort stellt Micron Knappheit auch über 2027 hinaus in Aussicht.

An dieser Stelle wird es fast etwas kurios: Die Aktie von Micron hat seit Jahresbeginn rund 300 Prozent zugelegt und damit selbst Börsenlieblinge wie Intel hinter sich gelassen. Wer nun eine entsprechend hohe Bewertung vermutet, unterschätzt die Dynamik der Gewinnschätzungen. Micron gilt als strategischer Infrastrukturgewinner des KI-Booms und kann derzeit eben außergewöhnlich hohe Margen erzielen. „Entsprechend liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Konsensschätzungen für 2027 bei lediglich etwa neun“, rechnen die Experten von Lynx vor. Die Aktie erscheint damit auf den ersten Blick erstaunlich günstig.

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