Generationen im Gebraucht-Check

Von diesem Golf sollten Sie lieber die Finger lassen


Aktualisiert am 10.09.2026 – 12:49 UhrLesedauer: 4 Min.

VW Golf: Der unaufgeregte Klassiker, der sich immer wieder neu erfindet – aber nicht immer ganz fehlerfrei ist.

Der VW Golf – praktisch, zuverlässig, aber nicht jeder ist ein Treffer. Welche Modelle überzeugen und welche man besser meidet.

Seit 1974 rollt er durch Deutschland – zuverlässig, praktisch, für viele das erste Auto: der VW Golf. Doch nicht jede Generation ist ein Meisterstück. Ein Vergleich der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ der Baureihen vier bis acht zeigt, wo VW glänzte – und auf welchen Modellen ein Schatten liegt.

Und der Rest?

Den VW Golf gibt es in acht Generationen, aber nur die Modelle der Generationen 4 bis 8 sind als Gebrauchtwagen noch relevant. Ältere Modelle, insbesondere der Golf 1 und 2, sind längst Klassiker und kaum noch auf dem Markt.

Golf 4 (1997-2003): Der Unverwüstliche

Golf 4: Klassiker mit soliden Fahreigenschaften.

Ein Klassiker mit Bestnoten in Sachen Langlebigkeit: Der Golf 4 rostet kaum, seine Technik hält lange durch und er sieht auch heute noch gut aus. Vor allem die Dieselmotoren mit 90 bis 130 PS haben sich als Dauerläufer bewährt. Wer einen Golf 4 sucht, sollte sich an diese Varianten halten:

  • 1.9 TDI (90, 110, 130 PS) – sparsam, robust, langlebig.
  • 1.6 Benziner (101 PS) – zuverlässig, wartungsfreundlich.
  • 1.8 T (150, 180 PS) – eine gute Wahl für sportliche Fahrer.
  • 1.4 Benziner (75 PS) – wenig Leistung, hoher Ölverbrauch.
  • 2.0 Benziner (115 PS) – durstig, Probleme mit der Zylinderkopfdichtung.
  • 1.6 FSI (115 PS) – fehleranfälliges Motormanagement.

Golf 5 (2003-2008): Fortschritt mit Tücken

Golf 5: Komfortabler als der Vorgänger, aber geprägt von Sparmaßnahmen und anfälliger Technik.

Mehr Platz, mehr Komfort, besseres Fahrwerk – der Golf 5 machte zunächst vieles richtig, aber VW baute ihn zu teuer. Sparmaßnahmen folgten: Antenne aufs Dach statt in die Heckscheibe, und selbst die Mittelarmlehne kostete extra. Die alte TDI-Generation überzeugt, aber die frühen DSG-Getriebe sind anfällig, und bei den TSI-Motoren beginnen die Steuerkettenprobleme. Rost an Kotflügeln und Unterboden ist eine Schwachstelle. Der Variant bietet viel Stauraum, der Jetta weniger. Wer eine solide Basis sucht, greift zum Schaltgetriebe.

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