Niedrigwasser in Köln
Rheinpegel binnen einer Woche mehr als halbiert – neue Prognose
04.11.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln zeigt der Rhein weiter Niedrigwasser im Rekordbereich. Die Prognose bis zum Wochenende zeigt eine kurze Stabilisierung.
Innerhalb einer Woche hat sich der Rheinpegel in Köln mehr als halbiert: Während am 28. Oktober noch 135 Zentimeter gemessen wurden, waren es am Mittwochmorgen um 5 Uhr nur noch 66 Zentimeter. Das entspricht einem Rückgang um 69 Zentimeter beziehungsweise rund 51 Prozent.
Doch nun könnte der Abwärtstrend vorerst gestoppt sein. Die Vorhersagen des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservices (ELWIS) lassen für die kommenden Tage einen leichten Anstieg erwarten. Von einer nachhaltigen Entspannung kann allerdings noch lange keine Rede sein.
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Rheinpegel in Köln: Prognose zeigt leichte Erholung bis Donnerstag
Nach der bei ELWIS veröffentlichten Vorhersage soll der Rheinpegel im Laufe des Mittwochs wieder auf rund 70 Zentimeter steigen. Damit würde der Wasserstand nach dem deutlichen Rückgang der vergangenen Tage erstmals wieder leicht zulegen.
Für Donnerstag (5. November) wird ein weiterer Anstieg erwartet. Demnach könnte der Pegel zunächst bei rund 71 Zentimetern liegen und im Tagesverlauf auf etwa 73 Zentimeter steigen.
Auch darüber hinaus deutet sich eine Stabilisierung an. Nach der längerfristigen Abschätzung könnte sich der Rheinpegel am Freitag (6. November) und Samstag (7. November) bei rund 73 Zentimetern einpendeln.
Allerdings handelt es sich bei den Werten für Freitag und Samstag lediglich um Abschätzungen, die mit größeren Unsicherheiten verbunden sind als die kurzfristige Vorhersage. Die tatsächliche Entwicklung kann deshalb noch abweichen.
Niedrigwasser in Köln: Rhein erreichte historische Tiefstände
Trotz der erwarteten leichten Erholung bleibt der Rheinpegel auf einem sehr niedrigen Niveau. Bereits seit Monaten beschäftigt das Niedrigwasser die Stadt. Im Sommer und Herbst wurden mehrfach historische Tiefstände erreicht.
Im August sank der Pegel zeitweise auf 45 Zentimeter. Damit wurde der bisherige Niedrigwasserrekord von 69 Zentimetern aus dem Oktober 2018 deutlich unterschritten. Ende September verschärfte sich die Situation erneut: Am 28. September erreichte der Rheinpegel in Köln einen weiteren historischen Tiefstand von rund 40 Zentimetern.

Die Folgen waren teilweise erheblich. Frachtschiffe konnten wegen der geringen Wassertiefe nur noch mit reduzierter Ladung fahren. Für die Transportunternehmen bedeutete das zusätzliche Kosten, da für dieselbe Frachtmenge mehr Fahrten notwendig wurden.
Auch die touristische Schifffahrt bekam die Auswirkungen zu spüren. Die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt (KD) musste im Zuge des Niedrigwassers Fahrten streichen, während auch die Fähre zwischen Köln-Weiß und Zündorf ihren Betrieb zeitweise einstellte.